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DOCUMENTA 14

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sun, July 30, 2017 13:39:54


Insgesamt hat mir die D14 nicht gefallen, zu unschön, zu lustlos, zu voll, zu viel Konzeptkunst, das visuelle Vergnügen, die bildliche Darstellung scheint unwichtig geworden zu sein, obwohl der Begriff "bildende Kunst" ja vom Abbild kommt - nicht in erster Linie von der Bildung! Dennoch massenhaft Besucht - warum bleibt aber offen?

Dennoch gibt es auch eindrucksvolles zu entdecken. In der Kunsthalle gleich zu Beginn, gibt es Masken von Beau Dick zu sehen - sollte man sich anschauen. Im Außenbereich war ich von der Torwache beeindruckt, zwei komplett aus alten Säcken verhüllte Häuser. Das Thema Verhüllung ist ja sehr präsent zurzeit und die Arbeit fragt intensiv, was passiert wenn wir unsere Ansicht negieren? Was bleibt dann: Furcht, das Ungewisse, Abschottung, Angst, die visuelle Kommunikation wird verweigert… dies kann nicht gut sein für eine "offene Gesellschaft". Ein anderes Werk, was mich beeindruckte, war die Arbeiten vom Roger Bernat. Zwei Türme, fallende Menschen in Stein geschlagen, ein Wendepunkt von globalpolitischer Tragweite. Auch die Wohnröhren und die Bücher Akropolis stellen interessante Fragen und haben ihren berechtigten Platz auf der d14 bekommen, dennoch scheint die Blase "documenta" bald zu platzen. Ich kann mir nicht vorstellen dass so eine unattraktive Ausstellung beliebt ist, dennoch das "muss man gesehen haben" ist noch viel stärker als eine kritische Auseinandersetzung mit ihr. Aber wie lange noch?

Torwache (foto: 00nix.com)