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Hamburg Dez.2014

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, December 29, 2014 16:51:55

Mal wieder Hamburg: "AUGEN AUF!" so heißt es in den Deichtorhallen. Es wird eine Übersichtsausstellung geboten, die 100 Jahre Leica Fotografie präsentiert. Vertreten alles was Rang und Namen hat, schöne Ausstellung breites Bild-Spektrum. Danach ging es in das Museum für Kunst und Gewerbe (MK&G). Schönes renoviertes Gebäude, an dem die Arbeiten immer noch nicht abgeschlossen sind. Die dort gebotene Ausstellung "Fette Beute"zeigt fotografisch Reichtum und Wohlstand. Leitfrage: Warum wird die Armut fotografisch so oft dargestellt, der Reichtum ehr selten? und wie unterschiedlich zeigt sich Reichtum in den jeweiligen Kulturen? Zwei durchaus spannende Fragen, die nur teilweise beantwortet werden konnten. Dennoch schaut man genau hin, so wird schnell auffällig, das die Darstellung von Reichtum immer auch die Darstellung von Herachi bedeutet. Keine Fürst- Darstellung ohne sein Butler, keine Herr ohne Knecht. Also hat dann Reichtum in seiner sichtbaren Form auch immer etwas mit der Auf- und Abwertung von Menschen zu tun. An zweiter Stelle kommt der Raum, wer reich ist kann sich viel Raum für kaufen, verbrauchen. Er verbracht viel platz um sich darzustellen. Umso ärmer umso enger wohnt man auch. Erst an dritter Stelle der Reichtum-Indikatoren kommt die Darstellung von Luxus durch Schmuck, Automobile und Uhren. Gute Thema in einer Zeit der tiefen Spaltung zwischen arm und reich.
MK&G noch bis 11.1.15