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Jonas Burgert

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, February 22, 2013 20:40:31


Die kestnergesellschft in Hannover zeigt die großartigen Gemälde des Jonas Burgertin der Ausstellung "Schutt und Futter" noch bis zum 20.5.13. Vorweg, die Ausstellung ist absolut sehenswert! In der Tradition von Schlachtengemälden inszeniert er die Massen nach dem Ende der Party, der Revolution der Apokalypse. Das Chaos tritt ein. Die Reste der Gesellschaft und Hybride Wesen sammeln sich. Ein Treffen nach dem Finale wird gezeigt. Die Bilder von Burgert erinnern mich an Baudrillards Gedanken über die Masse:

"Die Masse verwirklicht das Paradox, kein Subjekt, kein Gruppensubjekt, aber auch kein Objekt zu sein.(...) Die Massen haben weder die kommenden Revolutionen abgewartet noch die Theorien, die behaupten, sie durch eine 'dialektische' Bewegung von Ökonomischen zu 'befreien'. Sie wissen, das man sich von nichts befreit, dass man ein System nur vernichten kann, indem man es in die Hyperlogik treibt, in den Rausch eines exzessiven Gebrauchs, der einer brutalen Amortisierung gleichkommt. 'Ihr wollt, dass wir konsumieren - also gut, konsumieren wir, immer mehr und was auch immer; zu jedem unnützen und absurden Zweck'." (Baudrillard / Im Schatten der schweigenden Mehrheit)

Die Figuren Burgerts wirken als Individuen und Masse zugleich, als vertraulich und fremd. Sie scheinen das Feiern und das Ritual in eine Hyperlogik geführt zu haben, was per se in der Katastrophe endet. Diese Hyperlogik hat auch das Kunstsystem befallen aber Burgerts eindringliche Bilder wehren sich dagegen.

www.jonasburgert.de