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Geschlechterkampf im Städel

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, March 13, 2017 10:36:48

Die Ausstellung Geschlechterkampf im Städel (Frankfurt a.M.) überzeugt durch eine sehr gute Bildauswahl.Die Arbeiten von Franz von Stuck, Gustave Moreau und Jean Benner beeindrucken immer wieder. Eine echte Entdeckung war Gustav Adolf Mossa, seine Arbeit "Sie" (1905) ist nicht grundlos das Titelbild dieser Ausstellung, wie man an der Fassade des Städel`s erkennen kann. Das Grausame, das Erotische, das Liebesvolle in diesem Dreieck verorten sich die Frauendarstellung. Mal selbstbewusst mal als Opfer, so wird sowohl der Mann als auch die Frau immer wieder dargestellt. Der männliche Blick, der die selbstbewusste Sinnlichkeit zu fürchten scheint ist oft ein animalischer. In der Plastik von Emmanuel Fremiet, Gorilla, eine Frau raubend (1887) zerfließen die Grenzen zwischen Mensch und Tier zwischen JägerIn und gejagte. Sie inspirierte zum Film King Kong, der auch heute noch durch unsere Kinos tobt, auch dieser ist immer Opfer und Täter zugleich. Wie im Kampf der Geschlechter sind die Rollen nicht eindeutig, das zeigt die Ausstellung sehr schön.