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Ikonen-Kitsch?

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, April 05, 2016 09:32:06

Zur Diskussion "Ikonen-Kitsch?" in der aktuellen Photonews Ausgabe 4/2016

Um Gefühle geht es auch in dieser Diskussion. Wir sehen leider tausende von Bildern die uns flüchtende Menschen zeigen, 24 Stunden in allen medialen Kanälen.

Ob wir wollen oder nicht wir haben uns an diesen Anblick gewöhnt. Diese Bilder sind nicht ungewöhnlich. Aber das interessanteste und informativste Foto ist immer das unerwartbarste. (Vgl. Flusser) All zu oft werden dann leider diese "leidenden Fotografin" ästhetisiert um ihre Aufmerksamkeit einzufordern. Dieser pittoreske Blick auf das Leid löst bei mir ein starkes Unbehagen aus. Ging es dem Fotografen wirklich darum Empathie für die Leidenden zu erzeugen? In Susan Sontags Buch Das leiden anderer betrachen wird sehr schön diese Diskussion geführt, ein Buch das jeder Fotojournalist gelesen haben sollt. denn bei ihm wird das Bild und das Leid zu Ware, schön fotografierte Ware lässt sich nun mal besser verkaufen als "unschöne". (Ober man bekommt vielleicht eine Auszeichnung dafür) Dies ist ein Drahtseilakt, dessen sich die Fotografen bewusst sein sollten. Gerade Schwarz/Weiß Fotografien neigen dazu, das Leid noch entrückter zu machen, es zu ästhetisieren, wie im Fall Warren Richardson (World Press Photo des Jahres 2015)

Ich empfehle diesen Text aus dem Blog von Thomas Schmid: http://schmid.welt.de/2016/02/19/ein-foto-das-kein-foto-war/