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Permanent Food

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sat, August 24, 2013 14:59:13

Permanent Food by Maurizio Cattelan und Paola Manfrin ...

is a cannibal magazine!

Wer es noch nicht kennt, großartige visuelle Leichenfledderei.

Bin froh noch ein paar Exemplare ergattert zu haben.



Out Now! Fotobuch: Vanitas Variationen

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sat, August 24, 2013 13:25:24


Vanitas Variationen

Das Fotobuch: Vanitas Variationen von H.H.Paulsen wurde nun veröffentlicht.
Unter dem folgenden Link kann man sich das Buch in einer Ipad- Version (IOS) herunterladen oder in einer gedruckten Version bestellen.
Eine Vorschau gibt es dort auch.

Sonstige Anfragen bitte per Email (info@artpromotor.com) LINK:


http://store.blurb.de/ebooks/427124-vanitas


Viel Vergnügen - artpromotor.com















Deichtorhalle

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sun, August 18, 2013 13:57:06

DAS BESTE AUS ZEITUNGEN, ZEITSCHRIFTEN UND INTERNET27. JULI − 13. OKTOBER 2013 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE

Ausgezeichnete Fotografien und Grafiken im medialem Raum, so könnte man diese Ausstellung in der Deichtorhalle für Fotografie auch beschreiben. Die Medien / die Botschafter, die Informationen bildlicher oder textlicher Art transportieren stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Das Bild, das wiederum als Medium Inhalte transportiert zeigt sich eben so im den Medien ganz unterschiedlich. Dieses differenzierte Auftreten von Bildern in den Medien ist sehr schon in dieser Ausstellung nachvollziehbar. Dennoch werben sie alle, wenn nicht für ein Produkt, dann doch für sich selbst.

Im Fokus!

Kunst & LebenPosted by artpromotor Thu, August 01, 2013 12:42:34

Die KUNSTHALLE Bremen zeigt gerade die Ausstellungen Im Fokus! und Wols: Die Retrospektive. Beide sind auf jeden Fall sehenswert. Wer sich für die Fotografie interessiert wird gleich zweifach fündig. Die Fotoarbeiten von Wols sind mit den Aquarellen seine besten Arbeiten, den späteren abstrakten Gemälden konnte ich nicht mehr folgen. Die Im Fokus! Ausstellung zeigt verschiedene Arbeitsweisen von Fotografen, die ihre Arbeiten schon in Format sehr unterschiedlich präsentieren.
Es ist ehr eine Überblicksausstellung in der fast alle erstklassigen Kunstfotografen vertreten sind.





Basel / Juli / 2013 ...

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, July 24, 2013 08:28:01

Der Anlass des Trips noch Basel war eine, von der Fondation Beyeler groß beworbene Ausstellung des Künstlers MAURIZIO CATTELAN. Ich war froh, die Ausstellung sehen zu können, da ich ihn als Künstler sehr Schätze und seine letzte große Übersichtsausstellung im New Yorker Guggenheim nicht gesehen habe. In Basel angekommen ging es erst einmal in das Kunstmuseum zu den Fotografien und Aquarellen von Ed Ruscha dann in die Kunsthalle. Am folgenden Tag mit der Tram raus zur schönen Fondation Beyeler. Dort wird nicht nur Cattelan gezeigt, sondern auch eine große Max Ernst Ausstellung was mich um so mehr freute. Im ersten Raum von Cattelan waren fünf seiner Arbeiten zu einer zusammen gefasst, nämlich seine mit dem Kopf in der Wand steckenden Pferde.

Diese fünf Variationen der Arbeit, waren nun erstmalig nebeneinander zum sehen. Großartig! Aber wo geht es lang zum Rest der Ausstellung, dies fragte ich dem Aufseher. Er lachte etwas peinlich berührt und erklärte das dies "alles sei - Cattelan hätte das so gewollt - und es gab auch schon viele Beschwerden deshalb".

O.k dann bin ich ihm wohl auf den Leim gegangen und der ironische Scherz mit dem die meisten seiner Arbeiten aufgeladen sind, hat nun auch mich getroffen...

Als dicke Entschädigung gäbe es ja noch die Ernst Ausstellung, die wirklich wunderbar ist, nicht zuletzt da sie die frühen kleinen Fotocollagen zeigt, die man nur selten zu sehen bekommt. Ich hatte kurz zuvor Rosalind Krauss Abhandlungen über genau diese Arbeiten in Das optische Unbewusste gelesen und so passte es perfekt.





DE LA PHOTOGRAPHIE VILLE DE PARIS

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, June 10, 2013 15:20:07

Wer in Paris ist und sich für die Fotografie interessiert, sollte auf jeden Fall dass MAISON EUROPEENNE DE LA PHOTOGRAPHIE VILLE DE PARIS kurz mep besuchen. Zurzeit kann man unter anderem die Arbeiten von Philippe Favier sehen. Er benutzt die Fotografien ehr als Werkstoff, als Material um sie in seinen dunklen Bildern zu verbauen. Einen Eindruck gibt es hier:

www.mep-fr.org

Das mep an sich ist ein schöner Ausstellungsraum, der über mehre Etagen Platz für viel Fotografie bietet.

LOUVRE & Die Deutschen

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, June 10, 2013 15:17:08

Trotz aller Kritik ist die Ausstellung "über die Deutschen" (De l’Allemagne, 1800-1939) Sehens wert. Das liegt nicht zuletzt an den Fotografien von Sander und den Zeichnungen von Grosz und Dix. Gerade Dix Zeichnungen des 1. Weltkrieges erschüttern und faszinieren zu gleich. Nietzsche auch ein Zeitgenosse des Ausstellungskonzeptes formulierte es treffend: Vielleicht dass niemals früher die Kunst so tief und seelenvoll erfasst wurde wie jetzt, wo die Magie des Todes dieselbe zu umspielen scheint. [MEN1,223] Max Beckmann`s Bilder wirken wie ein Aufbruch in den Untergang. Der neue Film Max Beckmann – Departure, der nun in den Kinos anläuft, ist sicherlich auch sehenswert.

Über die Wirtschaftlichkeit von Kunsteinrichtungen

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, March 26, 2013 10:58:08

Jedes Kind das spielt, simuliert seine eigene Wirklichkeit. Jeder Künstler spielt mit der Wirklichkeit oder in seiner Eigenen. Das Museum ist der Spielort, an dem der Künstler seine im Spiel erfundenen Kunststücke zeigen, lagern oder entwickeln darf. Von dieser spielerischen Simulation ist auch die Institution des Museums zutiefst durchwoben. Es zeigt Kunstprodukte, die man nicht kaufen kann, es simuliert ein Angebot, das keinen Nachfrager braucht, da die Produkte an ihrem Endpunkt angekommen sind. Es "spielt" nur Unternehmen, aber ist dabei nur eine Simulation. Das Problem ist, das in einer realen Kapitalistischen - Wirtschaftsordnung nun dieser Spieler "Museum" als vollwertig und autark abgerechnet und verrechnet wird. Als ob, ein Junge der einen Jäger spielt, am Ende des Tages danach gefragt werden würde, wie viel Beute er nun wirklich erlegt habe? So fragt man die Museumsleiter heute, wie sie ihre erzeugten Kosten erwirtschaften wollen? Egal wie hoch der Zuschuss des Landes oder der Stadt ist, die Kosten die beim Spielen entstehen, können nicht durch den Spieler gedeckt werden, weil es dann kein Spiel mehr wäre, sondern Ernst, also keine Simulation. Das würde bedeuten, dass für das Spiel kein Platz mehr ist. Kunst, Künstler und Institution müssten sich dann den Bedingungen des Marktes vollständig unterwerfen. Aber das Museum ist die Simulation eines Unternehmens, dies sieht man daran, dass es auch ihre Stellenangebote nur simuliert. Dem Suchenden verspricht man, er hätte eine wirkliche Chance auf diesen oder jenen Job im Museum, obwohl das oft nicht der Fall ist, da die Stelle längst vergeben ist. Dies ist zwar sehr ärgerlich für den Arbeitssuchenden, aber es zeigt gut, dass das Museum per se ein Kunst-Stück ist und sich auch so wahrnimmt. Es wird in der Real-wirtschaft niemals aus sich heraus überleben können, dafür wurde es auch nie gemacht. Die oberste Frage ist doch, will man ein Archiv für unsere Kulturgüter, dann muss man diese auch voll finanzieren, oder nicht? Die finanzielle Verantwortung dafür, dem Museum aufzubürden mit der Bedingung "wirtschaftlich" zu sein, ist als gebe man dem Kind, das nur "Jäger" spielt, nun eine scharfe Waffe ... dies kann nur zu unvorhersehbaren (Kultur) Unfällen führen.

Feldmann

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, March 22, 2013 15:01:27

Hans Peter Feldmann in der Deichtorhalle ... auch - einfach lustig!

Michelangelos »David« by Feldmann auf dem Deichtorhallen-platz:




Jonas Burgert

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, February 22, 2013 20:40:31


Die kestnergesellschft in Hannover zeigt die großartigen Gemälde des Jonas Burgertin der Ausstellung "Schutt und Futter" noch bis zum 20.5.13. Vorweg, die Ausstellung ist absolut sehenswert! In der Tradition von Schlachtengemälden inszeniert er die Massen nach dem Ende der Party, der Revolution der Apokalypse. Das Chaos tritt ein. Die Reste der Gesellschaft und Hybride Wesen sammeln sich. Ein Treffen nach dem Finale wird gezeigt. Die Bilder von Burgert erinnern mich an Baudrillards Gedanken über die Masse:

"Die Masse verwirklicht das Paradox, kein Subjekt, kein Gruppensubjekt, aber auch kein Objekt zu sein.(...) Die Massen haben weder die kommenden Revolutionen abgewartet noch die Theorien, die behaupten, sie durch eine 'dialektische' Bewegung von Ökonomischen zu 'befreien'. Sie wissen, das man sich von nichts befreit, dass man ein System nur vernichten kann, indem man es in die Hyperlogik treibt, in den Rausch eines exzessiven Gebrauchs, der einer brutalen Amortisierung gleichkommt. 'Ihr wollt, dass wir konsumieren - also gut, konsumieren wir, immer mehr und was auch immer; zu jedem unnützen und absurden Zweck'." (Baudrillard / Im Schatten der schweigenden Mehrheit)

Die Figuren Burgerts wirken als Individuen und Masse zugleich, als vertraulich und fremd. Sie scheinen das Feiern und das Ritual in eine Hyperlogik geführt zu haben, was per se in der Katastrophe endet. Diese Hyperlogik hat auch das Kunstsystem befallen aber Burgerts eindringliche Bilder wehren sich dagegen.

www.jonasburgert.de



Steve McCurry / Wolfsburg

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sun, February 17, 2013 18:38:02

Im Fluss der Zeit....

Farbenfroh präsentieren sich die Fotografien von Steve McCurry. Die Ausstellung zeige über Jahrzehnte geschossene Augenweiden. Seine "Ikone" das 12 Jahre alte afghanische Mädchen mit den grünen Augen und dem stechenden Blick ist auch vor Ort zu sehen. Daneben die selbe Person nach 17 Jahren, der Ausdruck hat sich verändert, der Blick ist nun hart geworden. Man könnte McCurry vorwerfen, seine Bilder seien zu bunt, zu malerisch zu pittoresk, zu schön - angesichts der politischen und sozialen Lage in der die Bilder entstanden sind.... aber wer will das schon - betrachten wir sie einfach mit Freude! z.Z. im Kunstmuseum-Wolfsburg.

Gute Aussichten 2013

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sat, February 16, 2013 11:58:52

Die Deichtorhalle der Fotografie stellt mal wieder junge Fotografien von deutschen Hoch/Fachhochschulen vor. Leider ist die Auswahl sehr übersichtlich, was die Frage aufwirft, ob es an einem Mangel von Qualität liegt oder ob es andere Begrenzungs- mechanismen gab. Ein großes Bemühen war zu entdecken, dennoch waren manche Konzepte zu sehr gewollt oder zu wenig durchdacht. Schade ich denke da gibt es auch Spannenderes an deutschen Hochschulen.

Arno Gisinger

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, January 02, 2013 19:36:49

foto:artpromotor.com

Das Museum für Photographie Braunschweig zeigt z.Z Arno Gisinger.

TORPI so heißt seine Fotoserie, benennt Orte der Erinnerung. Der Ort,

die Geschichte, der Verfall, das Abbild, die Erinnerung, all dies komprimiert

finden wir in seine Arbeiten.

Januar 2013

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, December 19, 2012 07:19:41

In eigener Sache.

Das Buch Die Position des David Wojnarowicz mit der

ISBN: 978-3-8288-3075-2 von Dr. Helge H. Paulsen wird im Januar 2013 im Tectum Verlag veröffentlicht. Siehe:

http://www.amazon.de/Position-David-Wojnarowicz-kunstsoziologische-US-Postmoderne/dp/3828830757/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1357395754&sr=8-2

foto:artpromotor.com

Was ist das Wesen der Postmoderne? Die Postmoderne, die ihren Ursprung in den USA hat, wird fälschlicherweise oft als Historismus verkannt. Dabei ist die Postmoderne eine der einflussreichsten Epochen überhaupt, denn sie reflektiert und inspiriert unser täglichen Leben, wie keine andere. Unsere Popkultur, in welchen Formen sie auch immer auftritt, kann als Symptom der Postmoderne verstanden werden. Die Verquickung von Leben und Kunst, eine avantgardistische Forderung, findet in ihr in weiten Teilen statt. Um dieses genauer Aufzeigen zu können steht hier der Künstler David Wojnarowicz, sozusagen als Untersuchungsexemplar eines typischen postmodernen Künstlers, im Mittelpunkt dieses Buches. Ein spannendes, verstörendes, leidenschaftliches, politisches und kreatives Leben zeichnet den Künstler und seine Arbeiten aus. Postmoderne Phänomene, die ab den 60er Jahren in den USA auszumachen sind, werden anhand von Wojnarowicz Arbeiten näher beleuchtet und diskutiert. Nietzsche tritt als Pate auf, der philosophisch neben Jean Baudrillard und Jean – Paul Sartre die Postmoderne berauscht. Immer geht es hier darum in der postmodernen Vielfalt die Einheit zu finden, das zu finden und zu ergründen, was die Postmoderne in Ihrer Zersplitterung und Dekonstruktion zusammenhält. Die Postmoderne ist auch die Epoche der Fotografie. Die Fotokünstler der 80er Jahre sind heute weltberühmt und ihre Arbeiten sind oftmals Ikonen unsere Zeit. Wojnarowicz war ein Teil dieser überwiegend in New Yorker entstandenen Künstlerfotografenszene. Internationale Aufmerksamkeit erhielt sein Oeuvre leider erst post Hume. Dieses Buch soll auch dazu beitragen, die Strahlkraft dieses Künstlers und seiner Arbeiten zu entdecken, der die Postmoderne nachhaltig prägte und sie uns begreifen lässt.

Albert Watson

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, November 27, 2012 16:46:26
Albert Watson in den Deichtorhallen: Wer diese Ausstellung noch nicht Gesehen hat sollte dies bis zum 6.1.13 nachholen. Zumindest wenn man die Arbeiten des weltberühmten Fotografen noch nicht genauer kennt. Er fotografierte für die Vogue oder den Rolling Stone, machte unzählige Plattencover und beherrscht auch die leisen Töne des Fotografierens. Schöne Ausstellung!

PPL-Award 2012

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, October 10, 2012 13:47:57

Mit der Platzierung Nr.17 haben wir den PPL-Award 2012 bestritten- Thema Retro.

Vielen Dank für den Gewinn sagt artpromotor.com

www.ppl.de/index.php/about-us/ppl-award-2012.html

Kaiserringträger

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, October 05, 2012 16:18:02
John Baldessari ist dieses Jahr der Kaiserringträger der Stadt Goslar! Gute Wahl! Einer meiner Lieblingskünstler zeigt noch bis zum 27.01.13 ein Überblick seines Schaffens. Als Impulsgeber für viele Text / Bild Kombinationen in der Postmoderne ehrt ihn nun die Stadt Goslar, großartig!

Hans Op de Beeck

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, October 05, 2012 16:06:08
Der Kunstverein Hannover zeigt noch bis zum 11.11.12 die Ausstellung: visual fictions von Hans Op de Beeck. Hier dominiert das Grau, was kurz davor ist ins Grauen unzuschlagen. Auf dieser Trennlinie bewegen sich viele seiner Arbeiten, die aber nie in das Profane oder Kitschige abstürzen. Sehr schöne Ausstellung und sie passt gut zum grauen Wetter, sodass manchmal die Grenzen zwischen innen und aussen verschwimmen.

Wim Wenders

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, August 20, 2012 08:41:40

Sammlung Falkenberg

Am letzten Ausstellungswochenende der Wim Wenders Fotografien in der Falkenberg-Sammlung (Hamburg Harburg), wurde es noch einmal voll. Da durch, dass man die Sammlung nur mit vorheriger Anmeldung besuchen kann, hielt sich der Besucherstrom jedoch in Grenzen. Schöner Ausstellungsort - schöne Ortsfotografien, die im Kopfkino sehr schnell zu Drehorten werden. Wenders bleibt immer, meist mit der Panorama - Kamera, seinem erzählerischen Stil treu, auch wenn auf den menschenleeren Bildern nur die Orte sprechen.

mönchehaus goslar

Kunst & LebenPosted by artpromotor Thu, August 09, 2012 09:36:07

Die Ausstellungen Der andere Blick und Lost Paradiese werden / wurden in den sehr schönen neuen Räumlichkeiten des mönchehaus museum goslar gezeigt. Fotografie ist 2012 ein Schwerpunkt im mm goslar, was sehr schön ist. Martin Parr und Tom Wood zeigten hochwertige Arbeiten. Wäre wünschenswert, dass die Ausrichtung des Hauses so bliebe, da die Fotografie oft immer noch unterrepräsentiert ist in vielen Kunstvereinen.



dOCUMENTA (13)

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, July 11, 2012 13:46:27

foto:artpromotor.com

dOCUMENTA (13)

Ein erster, leider viel zu kurzer Besuch auf der dOCUMENTA (13) sollte für einen groben Überblick reichen. Aus der Füller der Arbeiten sollen hier nur drei genannt werden, die absolut beeindruckend sind. Im Fridericianum: Goshka Macuga, Of what is, that it is; of what is not, that it is not 1 - Ein Panorama- Wandteppich der besonderen Art. In der Neuen Galerie: Wael Shawkys Videoarbeit eines Marionetten-Spiels mit dem Titel: Cabaret Crusades dass aus drei Teilen besteht. Fantastisch gemachte Puppen, in der Geschichte der Kreuzzüge. Und auch in der Neuen Galerie: Geoffrey Farmers "Cut out" Arbeit Leaves of Grass die, die Historie der Populärbilder aus dem LIFE-Magazin darstellt. Allein diese Arbeiten sind die Reise wert, was an Wunderbaren und Mittelmäßigen noch zu entdecken ist, sollte jeder Besucher in Ruhe selbst herausfinden.

VISUALLEADER 2012

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, June 29, 2012 11:03:36

... und noch mal Deichtorhallen - Die Ausstellung VISUALLEADER 2012 / das Beste aus Zeitschriften und Internet, versammelt viele interessante Fotografien. Oft bleibt man vor den Arbeiten stehen und fragt sich, ja das habe ich schon einmal gesehen aber wo? Die Ausstellung ist sehr facettenreich und stellt dadurch viel Bildinhalte gegenüber, was durchausspannet sein kann.

Lumix 2012

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, June 19, 2012 10:13:31

Linux Festival: Hannover

Großartige Fotos waren zu sehen, auf dem am letzten Wochenende stattfindenden Festival. Schön das Hannover und sein etwas verlassendes Ex-Expo-Gelände so einen ansehnliche Veranstaltung haben.

Thematisch waren die Photographiereportgen doch etwas einseitig ausgerichtet. Konzentriert wird sich hier zu sehr auf den "Mangel" auf Armut und Leid. Da stellt sich eine grundsätzliche Frage- sind unsere Medien nicht voll von diesen Bildern und haben sie etwas bewirkt? Wir hier nicht teilweise eine Ästhetisierung des "Mangels" des Leidens betrieben, was wiederum den pittoresken voyeuristischen Blick des "satten" Betrachters befriedigt? Sollte man nicht mehr den "Überfluss" zeigen, denn der Überfluss auf der einen Seite der Welt, erzeugt gerade auf der anderen Seite der Welt diesen unerträglichen "Mangel". Zu zeigen, was bei uns viel zu viel ist, was manche viel zu viel haben, viel zu viel verdienen, viel zu viel verbrauchen, was sie sich viel zu viel anmaßen, das würde ich mir thematisch für das kommende Festival wünschen. Der Blick in den Spiegel schockiert manchmal mehr als der Blick in die exotische Ferne.

gute Aussichten ?

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, May 14, 2012 10:48:24

Deichtorhallen Hamburg / Haus der Fotografie:

»gute aussichten 2011/2012« und der European Photo Exhibition Award (EPEA) sind z.Z in Hamburg zu sehen. Beide Ausstellungen zeigen junge Fotografen, die sich mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen. Die Qualität der Arbeiten ist sehr unterschiedlich und vielleicht lohnt sich gerade deshalb der Besuch. Man kann hier sehr schön sein Geschmacksurteil überprüfen und sich fragen, nach welchen Mustern wohl die Jurys bewertet haben?

7. Berlin Biennale

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, May 08, 2012 17:55:50

fotos:artpromotor.com

Jede gute Kunst ist politisch, diesem Grundsatz folgt die 7 Berlin Biennale zurzeit. Wir werden dazu aufgefordert die Angst zu Vergessen und Wege zu gehen, die noch undenkbar scheinen. Forget Fear so das Leitthema der Ausstellungen. Die Angst Grenzen zu überschreiten, Utopien zu entwickeln und das Machbare auszuloten soll hier vergessen werden. Was daraus entstehen könnte, sind neue Freiräume. Nicht nur in der Kunst wird wieder politischer gedacht, sondern auch in der Politik (Piraten) wieder künstlerischer. Sich an Utopien abzuarbeiten sollte in beiden Bereichen vollzogen werden, sonst kann nichts Neues entstehen. Denn das Neue hat auch nur einen Wert, wenn es eine Verbesserung mit sich bringt, sonst ist es nur eine Modifikation des Alten oder Historismus. Das kulturelle Feld wird, so der Eindruck wieder politischer, dies wird sich auch bei der documenta 13 in ein paar Wochen zeigen. Gattungsübergreifend zu denken zu forschen und zu arbeiten, dies bringt Kunst hervor, die aneckt, die unangenehmen Fragen stellt: den Kuratoren, den Besuchen, dem Käufer. Wie viel Subventionen braucht die Kunst und wirken diese per se immer förderlich?

Wie verteilt die Politik das zu verteilende Geld? Wer bekommt wie viel und warum? Ist es nicht vielleicht besser eine junge Kunst / Galerieszene zu fördern, als die Mittel immer an die Traditionshäuser zu vergeben? Die öffentliche Diskussion darüber hat schon begonnen und die 7 Berlin Biennale zeigt sehr schön, dass die Grenzen zwischen Politik und Kunst fast aufgehoben sind. Das lässt hoffen auf Ausstellungen, die nicht jenseits unser Alltagsproblematiken sind, sondern diese zum Thema machen.

Berlin im Mai

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, April 30, 2012 13:51:21

Kommendes Wochenende: Berlin

Auf der Liste stehen: KW [7.Berlin Biennale], Neue Nationalgalerie [Richter], ME [Richter],Hamburger Bahnhof [Anthony McCall] und Camera Work [Anton Corbijn].

ATR

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, April 13, 2012 11:11:36
Tipp: Alte Helden aus den 90er Jahren spielen am 12 Mai in der Faust /Hannover-Linden - es wird wahrscheinlich elektronisch, brachial, bombastisch ... und einfach schön laut!

Drittes Festival der Philosophie

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sat, March 31, 2012 07:54:52

Tipp: Drittes Festival der Philosophie 12.-15. April 2012 in Hannover

Mit 70 Veranstaltungen und 100 Vortragenden zur Frage "Wie viel Vernunft braucht der Mensch?"wird ein großes Programm angeboten. Programmheft unter :http://www.hannover.de/initiative-wissenschaft-hannover/data/downloads/2012/festival_der_philosophie_2012/programmheft.pdf

Spinne über Hamburg!

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sat, March 31, 2012 07:22:16
Die wunderbare Ausstellung:Louise Bourgeois. Passage dangereux

läuft noch bis 17. Juni 2012. Das Außenplateau der Kunsthalle zeigt die Arbeit : Maman (1999). Eine überdimensionale Spinne scheint hier ihr Nest der Kunst verteidigen zu wollen. Betritt der mutige Besucher dieses Nest der Louise Bourgeois, so wird er mit einer vielschichtigen Ausstellung beglückt, die im Rückblick eine große Künstlerin [verstorben 2010] entfaltet.


Freiheit

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, March 23, 2012 21:55:07

Joachim Gauck ist unser neuer Bundespräsident. Sein Leitthema ist die Freiheit.

Aber was bedeutet Freiheit heute in Europa? Rousseau sagte über die Freiheit:

“Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.”

Wenn man seine Definition des Freiheitsbegriffes zugrunde legt, sind wir dann nicht alle sehr unfrei?

White Cube – Right Cube?

Kunst & LebenPosted by artpromotor Thu, March 08, 2012 08:34:14

White Cube – Right Cube?

Am 23.3 veranstaltet die Hochschule Hannover, Fakultät III – Medien, Information und Design ein Symposium zu dem Thema „White Cube – Right Cube?“. [Die Teilnehmerzahl ist begrenzt also bei Interesse zeitig anmelden.] Die Frage, die immer in der Diskussion stand, ob der White Cube der richtige Ort für Kunst sei, wird so hoffe ich hier fundiert erörtert. In der letzten Zeit rückt man ja ehr wieder ab von White Cube. Verhäuft tauchen in Ausstellungsräumen farbige oder naturbelassene Wände auf. Darüber hinaus bleibt natürlich immer die Fragen ob das Museum, die Galerie per se nicht ein Raum ist, der Kunst neutralisiert und nicht belebt. Das Abgrenzen der Kunst vom Leben in Ruhe und vorgegebener Neutralität, ist erst einmal ein gewaltvoller Akt, darüber lässt sich kaum streiten. Aber wie schauen die alternativer Konzepte aus oder braucht die Kunst als Kunst den Kunstraum um sich zu definieren? Vielleicht wir das Symposium einwenig Licht in dieses Dunkel bringen, bin gespannt.

Tobias Rehberger

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, March 06, 2012 13:37:32

Heut wurde die Cebit 2012 eröffnet. Tobias Rehberger und Jürgen Mayer H. gestalten dieses Jahr auf der Cebit, einen Teil der Halle 16. Das Biennale - Bistro, das ja auch von Tobias Rehberger geformt wurde, ist mir mit seinen harten Kontrasten und seiner knalligen Farbgebung noch in guter Erinnerung. Auf der Cebit nun sind große Buchstaben zu sehen, die teileweise mit gesprayter Neonfarbe markiert sind. Die Fläche wirkt interessant, wirklich störend sind jedoch sie firmeneigenen Logos, die den Gesamteindruck der Halle völlig zerstören. Schade; aber wenn man sowieso auf der Cebit ist, einfach mal vorbeischauen.

Geld 0.12

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, January 25, 2012 14:22:29

Foto:artpromotor.com


… und es geht weiter! Eine Finanzkrise jagt die andere. Wie verängstigte Hasen, den starren Blick auf das Geld gerichtet, springen wir von einem zum andern Rettungsschirm. Der Versuch sich dauerhaft unter ihm zu verstecken scheitert daran, dass er zu klein ist oder sich im ständigen Regen der schlechten Nachrichten auflöst. Den finanziellen Bankrott vor Augen fürchten wir nur noch eins, den Tod des Geldes.

Dieser Tod [des fiktiven Tauschwertes] würde das Ende einer Weltwirtschaft bringen, die nur an die Gewinnmaximierung und den ewigen Wachstum glaubte. Beides sind Götzen, von denen wir uns verabschieden sollten. Passend zu diesem Gedanken liegt, in einer kleinen italienischen Bucht z. Z. ein havarierter Luxusliner. Dieses metaphorische Bild, das uns die Medien täglich zeigen, ist in seiner symbolischen Kraft nicht zu überbieten.



2012

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, January 03, 2012 12:42:27

foto:artpromotor.com

Frohe Neues! 2012 - und was wird kommen? Neben dunklen Weltuntergangs-Prophezeiungen, die sich erst am 21.12.12 bewahrheiten (oder nicht), ist viel Sehenswertes in diesem Jahr zu erwarten. Der Frühling ist gleich dreifach vorzumerken. Die documenta 13 ist ab Juni geöffnet; das Highlight für die Kunstwelt 2012. Parallel dazu wir in Hannover die Überblicksausstellung Made in Germany gezeigt (Vernissage am 16.5.12) und vom 13.6. – 17.6 präsentiert das Fotofestival Hannover - Lumix-Festival für jungen Fotojournalismus Fotografien Bilder aus aller Welt. Alle drei Veranstaltungen werden von einem sehr schönen Rahmenprogramm begleitet und es loht sich sicher, an der einen oder andern Veranstaltung teilzunehmen. artpromotor.com wünscht allen viel Freude daran und ein wunderbares Jahr 2012, gerade weil es auch das Letzte seine könnte…

Beate Gütschow

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, December 27, 2011 19:07:19

Das Photomuseum in Braunschweig zeigt z.Z die neueren Arbeiten von Beate Gütschow.

Gütschow ist mir das erste Mal im Rahmen der Made in Germany - Ausstellung in Hannover 2007 aufgefallen. Eine Fortsetzung der "Reihe" Made in Germany findet 2012 wieder in Hannover [parallel zur documenta 13] statt. Man darf gespannt sein welche Künstler 2012 zu entdecken sind, wenn es wie bei Gütschow so hervorragende sind, wird das Vergnügen groß sein.


Puscifer

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sat, November 26, 2011 11:15:35

Maynard James Keenan ist ein Satyr, ein Dämon im Gefolge des Dionysos. Seine schwarzkünstlerische, hypnotische Stimme und seine Liebe zu Wein (neben seinen Tätigkeiten als Sänger u. a. der Bands Tool und Puscifer ist er auch Winzer) lassen diese Vermutung zu. Im Gefolge des Dionysos zwischen Panthern und Nymphen könnte man sich ihn sehr gut vorstellen. Die neuste Veröffentlichung seines Projektes Puscifer - Conditions Of My Parole ist mal wieder großartig. http://www.youtube.com/watch?v=ufxiLIQf4j8&feature=related

Life is a ding dong

Kunst & LebenPosted by artpromotor Thu, November 10, 2011 07:10:49

foto:artpromotor.com


Life is a ding dong

Dieses schöne Klebe-Graffiti stach mir ins Auge. Das Leben ist ein Auf und Ab scheint es uns zu sagen, denn das ding ist ehr als hoher Ton, das dong als niedriger Ton zu verstehen. Auf emotionaler Ebene ist es als ein Hoch- und Tiefgefühl zu deuten, die sich in wage halten sollten. Nun gibt es aber Menschen die emotional ehr im dong als im ding zu verorten sind, Nostalgiker und Melancholiker. Melancholiker (bedeutet: schwarze Galle) scheinen grundlos schwarze Gefühle zu erleben, was die Ursachenforschung sehr viel schwerer macht als bei Nostalgikern. Nostalgie bedeutet Schmerz der Heimkehr und hat somit ihre Ursache immer in der Vergangenheit. Als Krankheit wurde sie einmal bei den Schweizer Söldnern definiert, die in Paries an Heimweh zu den Bergen erkrankt waren. Dies endete in einer Epidemie von Nostalgiker, die nur geheilt werden konnten, in dem man sie wieder in die Berge schickte. Grundsätzlich könnte man aber sagen, leiden Nostalgiker daran, dass sie etwas vermissen, was sie hatten, was aber nicht wiedergewonnen oder gefunden werden kann. Die Jugend, die Erste große Lieben, die kindliche Naivität usw. Bezogen auf die Menschheit sagt man das ein Ereignis die Nostalgie auslöste, die Vertreibung aus dem Paradies. Ab diesem Zeitpunkt musste der Mensch sich mit existenziellen Bedingungen abfinden, der Zeit – nun gab es die Sterblichkeit und dem Raum, der Körper hält uns gefangen und zerfällt mit der Zeit. Dieses Zurücksehnen, Heimkehren in die Unschuldigkeit, Unsterblichkeit, die das Paradies bot, konnte erst mit dem Sündenfall, durch die Befriedigung des Wissensdurstes, entstehen. Das bewusst werden der Endlichkeit, das nicht zurück können in paradiesische Zustände / Lebensformen, löst die Nostalgie aus. Dieser tiefe dong ist in jedem von uns zu finden mal lauter mal leiser.

Paris und das Wunder

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sun, November 06, 2011 13:14:28

foto:artpromotor.com

Paris und das Wunder

Diese beiden Themen werden z.Z in den Deichtorhallen ausgelotet. Die Südhalle (Fotografie - Halle) zeigt eine Sammlung des Mediums Fotobuch, die sich alle in der französischen Hauptstadt verorten lassen. In diesen Büchern werden immer wieder die gleichen Klischees bedient, das Paris der 20er Jahre, das Paris der Liebespaare oder die Stadtansichten von bekannten und unbekannten Orten. Immer schleicht sich hier ein pittoresker Blick ein, der Paris nicht als pulsierende Metropole zeigt, sondern als Kulisse eines Klischees, das nur dem Fremden, dem Touristen entzücken mag. Aber sobald die Ausstellung diese Klischees verlässt, wird sie richtig gut. Zeitgenössische (so könnte man sagen) Fotografen zeigen auch die dunkle Seite des Paris der Gegenwart. Drogenhandel, Prostitution, und Migranten-Problematiken sind Bildthemen dieser Fotografen. Die Exotik und Erotik der Rotlichtgeschäfte wird hier nicht verklärt, sonder wirkt ehr gewaltvoll, kalt und anonym. Die unterschiedlichen Fotobücher, die in der Ausstellung präsentiert werden, zeigen aber auch einen schönen Querschnitt des Mediums Fotobuch in den letzten Jahrzehnten. Für jeden Fotografen sicherlich eine reizvolle Aufgabe ein Fotobuch zu produzieren, also seine Arbeiten in einem festgelegten Kontext zeigt.

Die Nordhalle hat das Wunder zu Gast.

Das Wunder steht der Philosophie entgegen, denn die Philosophie ist die Liebe zu Wahrheit - der nicht anwesenden Wahrheit. Wäre Sie da, zerstörte Sie die Philosophie. Die Theologie dagegen braucht das Wunder, nicht um es zu ergründen, sondern um es zu reproduzieren. Der Erhalt des Wunders ist die Hauptaufgabe der Religionen. Ohne das Unergründliche, Göttliche würde die Religionen keine mehr sein. Durch permanente Erinnerungsarbeit an die Wunder Erhalt die Theologie das Wunder selbst, da es nicht vergessen oder erklärt werden soll. So bietet die Ausstellung Wunder z. B. eine große Anzahl von Exponaten, die Instrumente im wundersamen Akt sind. Zauberstäbe oder Gefäße, die bei rituellen Handlungen, wie Beschwörungen benutzt wurden. Die Grenzen des Wunders sind in dieser Ausstellung sehr weit gefasst, wer sich mit diesem Thema näher auseinandersetzen möchte, ist in dieser Halle genau richtig, was keine Wunder ist. Es gibt unter anderem eine Reihe von Fotografie zu sehen, die diejenigen Plätze zeigen, an denen Marien-Erscheinungen stattgefunden haben. Profane Orte meist Bäume, in denen man einwenig die Spur des Wundersamen sucht – aber nicht fündig wird, dennoch eine unterhaltsamen Ausstellung.

Pillendreher

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, October 19, 2011 16:11:54

foto:artpromotor.com

Pillendreher

Die Staatskrise, die sich zu einer Finanzkrise, die sich zu einer Bankenkrise ausweitet, zeigt einmal mehr, wie anfällig unser Geld / Waren / Werte – System ist. Sind wir nicht auch alle Pillendreher? Wir sammeln Geld, wie die Käfer den Mist mit dem Sie ihre Brut aufziehen und wir unser Nachkommen finanzieren. Die Analogie zwischen Mensch und Käfer ist also gar nicht so abwegig. Die neuen Bewegungen, die mehr Macht über den Geldfluss fordere, bringen uns dazu über den Wert des Geldes und sein Kreislauf nachzudenken. Wachstum als alternativloses Prinzip unser Welt/ Wirtschaftsordnung kann auf dauer nur scheitern.

Das, das Scheitern nun bei uns ankommt - in der sogenannten Ersten Welt, das ist dass Neue.

In Anlehnung an David Wojnarowicz großartiger Arbeit Dung Beetles aus dem Jahr 1986 ist die obere Fotografie entstanden. Wojnarowicz Arbeiten haben auch fast 20 Jahre nach seinen Tode Ihre Strahlkraft nicht verloren, was für die Qualität seiner Kunst spricht. Die neuere Diskussion um seine Film A Fire In My Belly (1986-87), der kürlich vom MoMa angekauft wurde, ist ein weiteres Indiz dafür.

PHOTOGRAPHY CALLING!

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, October 14, 2011 17:20:50


PHOTOGRAPHY CALLING!

Eine große Ausstellung, zum weit gefassten Thema dokumentarische Fotografie oder besser gesagt dem dokumentarischen Stil in der Fotografie, ist zurzeit im Sprengelmuseum in Hannover zu sehen. Die Überblicksausstellung zeigt unterschiedliche Positionen innerhalb des Rahmenthemas. Alle großen Namen sind vertreten, was einerseits sinnvoll ist andererseits dadurch dem Unbekannten keinen Platz lässt. Leider sind interessante neue Positionen nicht zu entdecken. Was gezeigt wird, hat der umtriebig Museums- und Ausstellungsbesucher sicherlich irgendwo schon einmal gesehen. Als Überblick ist sie schön gemacht und zum Einstig in das Thema hervorragend. Alle Experten werden schon Bekanntes sehen können, was aber auch Spaß machen kann - gerade Freitags, denn dann ist der Eintritt kostenlos. Noch bis 15.1.12 im Sprengelmuseum anzuschauen PHOTOGRAPHY CALLING!

Infos unter: www.photographycalling-blog.de


Romantik

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, October 10, 2011 10:40:43

Wiederkunft der Romantik

Foto:artpromotor.com

Naturschönheit, Individualität, Gefühle, Leidenschaft, Sehnsüchte, Mysterien, Sagen und Gefahren prägten das Bild der Romantik. Als Gegenentwurf zum rationalen Klassizismus stand der Mensch mit all seinen Emotionen inmitten der gewaltvoll schönen Natur. Visualisiert z. B. in den Bildern Casper David Friedrichs. Sein Eismeer (1823/1824) zeigt das Brachiale, Gefahrvolle der Natur und die Katastrophe, das menschliche Versagen die Natur beherrschen zu wollen, in einem. Unsere täglichen Nachrichten zeigen dieses Bilder immer noch in verschieden Ausführungen. Wirbelstürme, Erdbeben usw. und die daraus folgenden wirtschaftlichen und atomaren Katastrophen sind Variation des Eismeeres.

Unser Stadtbild wird heute geprägt von einer Mischung aus Geländewagen und Familienkutsche oder „Outdoor-Kleidung“ die meist nur im Büro oder auf dem Weg dort hin getragen wird. Diese letzten Versuche Individualität und Naturbewusstsein zu vereinigen, obwohl es längst schon eine Art Uniformierung ist, ist ein romantischer Versuch. Ein Uhrinstinkt scheint uns hinauszutreiben, was auch immer heißt, hinaus in die Gefahr. So wie Nietzsche der, dass Reizvolle des Ungewissen in seinem Der Wanderer schildert:

„Kein Pfad mehr! Abgrund rings und Totenstille!“ So wolltest du`s! Vom Pfade wich dein Wille! Nun, Wanderer, gilt`s! Nun blicke kalt und klar! Verloren bist du, glaubst du – an Gefahr. (FW 27)

Passant dazu läuft nun der neue Film von Lars von Trier Melancolia in den Kinos an. Verloren sind in diesem alle, denn die Gefahr geht aus vom Planeten Melancolia der auf Kollisionskurs mit der Erde immer näher kommt. In eindrucksvollen Bildern, die ehr wie Kunstwerk der Romantik wirken, unterlegt mit Wagners Tristan und Isolde, wird die Geschichte der depressiven Justine (Kirsten Dunst) erzählt, die das Unglück kommen ahnt, sich aber aufgrund ihrer Erkrankung nicht ängstigt. Eine Bestätigung empfindet sie dadurch, dass ihre scheinbar unerklärliche Trauer die ihr Leben qualvoll machte, nun einen Grund findet. Ein Film wie ein großes Vanitas-Bild, der uns eindrucksvoll in Erinnerung ruft wie zerbrechlich unser Planet und damit das Leben an sich ist. Kein Wohlfühl-Kino aber ein großartiger Film, der Unbehagen und die Freude am ästhetischen Untergang hinterlässt.

Zola Jesus

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, September 27, 2011 08:45:48

Zola Jesus

Die neue Veröffentlichung Conatus von Zola Jesus ist ein sehr schönes Stück Musik.Im Gegensatz zu ihren älteren Alben, auf denen ihre schwermütige Stimme kaum instrumentell unterstützt wurde, sind nun Beats und elektronischen Klänge dominanter dazu gekommen. Dies passt aber hervorragend zusammen und lässt das Album poppiger wirken. Obwohl man bei Zola Jesus von Pop schwer sprechen kann. Wer tiefe, hypnotische, tragende Stimmen mag, wird begeistert sein. Zola Jesus hat mit Conatus ein Album abgeliefert, das Gänsehaut und Ohrwürmer garantiert. Die Tracks Ixode und Seekir stehen beispielhaft dafür.

Der Papst

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, September 21, 2011 10:28:42

foto:artpromotor.com

Der Papst

Die derzeit anhaltende Diskussion über die Rede des Papstes im Deutschen Bundestag, irritiert einwenig, gerade weil es keine offene Diskussion mit dem Papst sondern nur über die Rede des Papstes gibt. Im Prinzip ist dies dann doch nur eine Werbeveranstaltungen der katholischen Kirche. Und auch dies ist eigentlich veraltert, den das Treiben der Kirche wurden ja von den Werbern übernommen. Wir leben in einem Zeitalter, in dem zum ersten Mal Tausende höchstqualifizierter Individuen einen Beruf daraus gemacht haben, sich in das kollektive öffentliche Denken einzuschreiben, um es zu manipulieren, auszubeuten und zu kontrollieren. Ihre Arbeit ist es, Hitze, nicht Licht zu erzeugen. (Mcluhan 1951) Was Mcluhan hier auf die Werber bezieht, können wir auch auf die Jahrhunderte alte Arbeit der Priester und Pastoren übertragen. Auch ihnen war es nicht daran gelegen Licht (Erkenntnis) zu erzeugen sonder Hitze (Furcht / Fegefeuer). Ein Entkommen gab es früher nur durch Gehorsamkeit heute durch Konsum, der wie die Kirchen Glück und das ewige Leben verspricht. Also alles beim Alten.

Daniel Richter

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, September 07, 2011 10:51:51

Daniel Richter in Hannover

Die kestnergesellschaft zeigt zurzeit die neuen Arbeiten von Daniel Richter. Aufgrund der hohen Erwartungen enttäuschten die Arbeiten ein wenig. Eine Munch ähnliche Malweise, die ehr an Zeichnungen erinnert, lässt die Arbeiten etwas aus ihrer Zeit gefallen wirken. Die Motivwahl oder das Verwenden von Sprühdosen ändert daran nicht viel. Konflikte, Zweikämpfe in den thematischen Mittelpunkt zu stellen, ist sicherlich spannend und hochaktuell, dennoch wirken die Arbeiten ehr zu ruhig und leise. Vielleicht ist ein zweiter Rundgang nötig, denn der Erste hinterließ keine Begeisterung.

Peter Piller

Kunst & LebenPosted by artpromotor Wed, August 31, 2011 07:53:55

Peter Piller im KV Braunschweig.

Neulich im KV BS führte uns eine sehr nette eloquente und wissende Dame durch die dortige Ausstellung von Peter Piller. In der insgesamt interessanten Ausstellung waren zwei Serien herausragend. Es gab eine Sammlung alte Zeitungsfotografien zu sehen, die eigentlich banale Örtlichkeiten zeigten, die wiederum zum Totort wurden, und somit das Interesse der Medien auf sich zogen. Um das Geschehen (was es auch gewesen sei) zu verdeutlichen, wurden in manchen Fotografien Pfeile hineingebracht, die den Ort noch mal präzisieren sollten. Hier findet in der Dokumentation des Ortes, das Zeigen in Zeigen statt. Das Bild zeigt sich und auf etwas. Diese Fotografien stellen sehr schon das Wesen der Fotografie dar, das immer Dual gedacht werden muss. In den oberen Räumen gab es den Zyklus Kraft zu sehen, der teils verschwommene, teils schärfere Fotografien des Werbe-Emblems der Kraftfabrik, zeigt. Diese wurden aus dem fahrenden Auto heraus von Peter Piller aufgenommen, was die unterschiedlichen Unschärfen erklärt. Die Fotografische durch Deklination des Emblems zwischen Schärfe und Unschärfe bzw. informell und abstrakt zeigt sehr schön die Veränderung der Wahrnehmung. Mit zunehmender Unschärfe werden die Dinge nicht mehr als Ding wahrgenommen sonder als Farbstrukturen, die wiederum Möglichkeiten zu Interpretation eröffnen. Vom Materiellen zum Atmosphärischen so könnten man die Transformation bezeichnen. Eine Transformation, die sich durch die ganze Kunstgeschichte hindurchzieht, bis zur Moderne.

Stella Hamberg

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, August 01, 2011 11:56:50

Stella Hamberg in Goslar

Gerade noch rechtzeitig: Finissage, Künstlergespräch, Katalogvorstellung und Signierstunde mit Stella Hamberg im Mönchehaus Museum in Goslar. Zum Abschluss ihre Ausstellung Creature war die Schöpferin der Kreaturen vor Ort. Die Arbeiten sind mächtig, beeindruckend und ungeschlechtlich. Zumindest trifft dies auf ihre bekannteste Serie zu, die Berserker. Ein Berserker kämpft, ohne Schmerzen zu spüren, wie von Sinnen. Hambergs Berserker wirken aber ehr ruhig und sanftmütig als gewaltvoll. Vielleicht ist es die Konzentration vor der Schlacht oder die Erschöpfung danach, aber eine offene Aggression ist nicht zu erkennen. Diese Differenz von eindrucksvoller Erscheinung und feierlichem Ausdruck machen die Berserker so anziehend. In die mittelalterliche Stadt und das Gebäude des Mönchehaus Museums passen sie hervorragend. Es gab auch andere, weltliche Gestalten in der Ausstellung zu sehen, Freunde zum Beispiel. Hambergs Arbeiten sind spanend und werden sich, da bin ich mir sicher, auch hervorragend auf dem Kunstmarkt entwickeln.

Zwei Sammler

textARTPosted by artpromotor Fri, July 15, 2011 14:08:48


Zwei Sammler

Olbricht und Falckenberg zwei Sammler-Schwergewichte aus Deutschland zeigen zusammen Teile ihrer Errungenschaften. Die Ausstellung in der nördlichen Deichtorhalle, ist in 13 Räume gegliedert. Das Konzept sieht für jeden Raum eine Überschrift vor, unter deren Prämisse die Arbeiten zusammengestellt wurden. Public – Privat, Deutsche Wirklichkeit oder Dunkelkammer sind solche Raumbezeichnungen. Insgesamt könnte man sagen, dass fast alle wichtigen Künstler, der zeitgenössischen Kunst der letzten 20 Jahre vertreten sind. Es ist eine sehr schöne Überblicksshow geworden. Es gibt aber auch neue Positionen zu entdecken, die sicherlich in den kommenden 20 Jahren wichtig seine werden. Der Raum Deutsche Wirklichkeit, dessen Schwerpunkt die Fotografie ist, gefiel mir sehr gut und die Räume Nudes – Nacktes und Unter die Haut hinterließen bleibenden Eindruck. Eine Arbeit möchte ich doch noch herausgreifen, John Isaacs`s Mann in Hasenkostüm. Das glutrote Gesicht und der bitterböse Blick des Mannes, der sein Hasenkopf abgenommen hat, erinnerte mich an einen Studentenjob, bei dem auch ich in einem Hasenkostüm steckte. Ich kann Isaacs`s Mann gut verstehen und seinen bösen Blickt.

Biennale Art 2011

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, July 04, 2011 17:55:08
fotos:artpromotor.com

IllumiNATIONI

Biennale Art 2011 – Ein Besuch. Ein paar Tage in Venedig zu verweilen ist immer schön, der Himmel ist blau und Kunst ist überall zu finden. Nicht nur die Pavillons auf den Arsenale/Giardini und in der Stadt, sind zahlreich, sondern auch einzelne Kunstwerke, die einem sozusagen, beim Vorübergehen begegnen. Also hier gibt es viel zu Schauen, zu Begreifen und zu Erfahren. Das Wirrwarr der Gassen macht die Suche nach einzelnen Länder-Pavillons nicht einfach und am Ende wird man auch nicht immer für seine Bemühungen entlohnt. Die Pavillons auf dem Arsenalen sind zwar leichter zu finden aber auch nicht immer eine Freude. Leider sind meiner Meinung nach Mindestens 50% der Pavillons konzeptionell völlig überladen und ästhetisch lustlos - weitere 20% umgekehrt. Was bleibt sind 30% absolut sehenswerte Arbeiten, die Freude machen. Hier möchte ich nur ein paar herausgreifen. Der Padiglione Centrale begrüßt den Besucher mit einer, mal wieder hervorragenden Arbeit, von Maurizio Cattelan. Seine ausgestopften Tauben sind zahlreich über den Eingang und in der Ausstellung zu finden. Verwirrend dabei ist, dass sich im Außenbereich, zu den künstlichen Vögeln, Lebendige mischen, sodass man bald nicht mehr weiß, welches Tier noch lebt. Im Gebäude gibt es sehr schöne, am Thema Licht orientierende Arbeiten zu entdecken. Unter anderem Interessantes von Jack Goldstein, Sigma Polke und natürlich dem alten Meister, Jacopo Tintoretto, um nur drei zu nennen. Auf dem Gelände Giardini gab es für mich vier Highlights, Dänemark, Korea, England und Deutschland. Zu Deutschland (D) muss man nicht mehr viel sagen – ehre, wem Ehre gebührt. England (GB) hat sein Gebäude komplett in eine alte istanbuler Werkstatt umbauen lassen. Eine ehr, klaustrophobische Erfahrung die eindringlich Verdeutlichte, dass es Zeiten gab, in denen Arbeit, Leistung und Endprodukt in einer Hand lagen. Diese Nähe drückt sich auch in der Enge vom Wohn- und Arbeitsbereich aus, eine Entfremdung oder gar Verdinglichung des Menschen durch die Arbeit fand hier noch nicht statt. Sicherlich war damals das Leben beschwerlicher aber vielleicht auch erfüllter als das, in unserer Moderne Arbeitswelt. Dänemark (DK) zeigt sehr viele gute Arbeiten, die unter dem Leitfaden Free Speech zusammengefasst sind. Die gleichnamige Arbeit von Thomas Kilpper Revolutionary Free Speech halte ich für eine der Besten auf diesem Gelände. Sehenswert und betretenswert! Korea (ROK) zeichnet sich aus durch visuelle Effekte, die zwar erst oberflächlich wirken aber durchaus Tiefgang haben. Im hinteren Teil ist ein großer Roboter zu sehen, der einen Menschen auf Händen trägt. Im vorderen Teil ist ein Mensch zu sehen der eine Roboter niederringt. Diese Ambivalenz der Technik zwischen beherrscht werden und beherrschen ist gerade in Korea und Japan, (aber auch bei uns) aktueller denn je. Im Arsenale ist mir der viel gescholtene italienische Pavillon aufgefallen und ja er wirkt wie ein Flohmarkt, eine bunte Sammlung von allem. Aber das ist nicht das Entscheidende, denn ob gewollt oder nicht, die Auswahl der ausgestellten Arbeiten den betuchten und einflussreichen Personen aus dem öffentlichen Leben Italiens zu überlassen, ist ein politisches Statement, das man nicht unterschätzen sollte. Hier wird gezeigt, welcher Geschmack vorherrscht in der italienischen einflussreichen Gesellschaft und unter diesem Gesichtspunkt wird die Ausstellung richtig spannend und politisch zugleich. Highlight ist Urs Fischer mit seinen verbrennenden Wachsarbeiten, auf diesem Gelände der Biennale.

In der Stadt: Venedig ist in diesen Tagen durchwebt von Pavillons und Kunstwerken. Ehr per Zufall, findet man hier die Kunst, da durch eine durchgängige schlechte Ausschilderung, der ganze Kunstgenuss zu eine Art Hindernislauf wird. Im Vorbeigehen trifft man aber auch auf sehr interessante Arbeiten im Stadtraum, die nicht in einem Pavillon organisiert sind. Die zwei Arbeiten von Lech Majewski & Bruelgel Suite, Videos von beweglichen „alten Meistern“ fand ich zum Beispiel hervorragend. Etwas kurios war der Besuch des AZERBAIJAN - Pavillon. Durch die Presse ging ja das Gerücht, das ein Kunstwerk im Pavillon zensiert worden sei, aus politischen und religiösen Gründen. Die nette Dame am Eingang erklärte uns aber das dies nur die westliche Presse schreiben würde und in Wahrheit es nur ein Transportschaden sei, warum die angeblich zensierte Arbeit nicht gezeigt werden könne. Für den Rücktransport zu Reparatur der Arbeit sein nun kein Geld vorhanden, sodass das kaputte Werk in Venedig verweilt, bis sich einen Geldgeber fände. Zwei Versionen der Geschichte, eine verschwundene Arbeit – kurios. Auch durch die Presse ging die Aktion der beiden Künstler Thomas Huber & Wolfgang Aichner, die in ihrer Arbeit passage2011 ein kleines rotes Boot von München über die Alpen nach Venedig zogen, um damit auf den Kanälen der Lagunenstadt zu fahren. Da unser Hotel um die Ecke der Scuola dell`Angelo Custode / Campo SS. Apostoli lag, bekamen wir, ehr nebenbei die Ankunft des Bootes am 23.06.11 mit. Dieses Boot ist nun noch bis Ende der Biennale in diese Kirche zu sehen und dort kann man auch mehr über die kraftraubende Arbeit der Beiden erfahren.



Kunst im Stadtraum

Kunst & LebenPosted by artpromotor Fri, June 17, 2011 11:28:54

foto:artpromotor.com

Kunst im Stadtraum – wie nutzen?

Der Stadtraum, sollte meiner Meinung nach, als Wohnraum begriffen werden, da wir in ihm leben und niedergelassen. Wir verbringen viel Zeit, in dieser überdimensionalen Wohnung, der Stadt. Setzen wir also den Stadtraum mit unserem Wohnungsraum gleich, hat dieses zufolge, dass wir als Stadtbürger mehr Verantwortung unserem Stadtraum entgegenbringen, da niemand der Zustand seiner Wohnung egal ist. Also warum sollte uns der Wohnraum der Stadt gleichgültig sein? Die Aufhebung der anonymen Stadt gegen die Stadt, die jedem von uns gehört, wechselt die Perspektive der Verantwortlichkeit. Nun gehört jedem von uns eine ganze Stadt, die in der er überwiegend lebt oder sich einfach heimisch fühlt. Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied zur eigenen Wohnung oder zu eigenem Haus mit Garten, denn die Dinge, die uns nicht gefallen, stellen wir in unseren Wohnräumen gar nicht erst auf oder entsorgen sie wieder. Dies geht in der Stadt nicht. Wir können die aufgestellten Kunstwerke, ob sie uns gefallen oder nicht, nicht entfernen. Die Rezeption von Kunst findet sozusagen zwangsweise statt, im Vorbeifahren, gehen, laufen oder schlendern. Dies kann man nun gut oder schlecht finden aber es ändert nichts an der Situation. Da der Geschmack des Betrachters über seine Bewertung des Kunstwerkes entscheidet und dieser Geschmack, wie Bourdieu in: Der feine Unterschied aufzeigt Milieu abhängig ist, wird es auch kein kollektives Urteil über die Kunstwerke im öffentlichen Raum geben. Positiv könnte man argumentieren, dass man durch Kunst im öffentlichen Raum, das Leben und die Kunst (im avantgardistischen Sinne) weiter zusammenführt. Negativ könnte man argumentieren, dass man den Stadtraum einfach zum Museumsraum macht, in dem die Kunstwerke, meist auf Sockeln unabhängig von Ihrer Umgebung ausgestellt sind/werden. Sozusagen wird die Stadt mit einer niemals endenden Ausstellung bespielt. Mein Konzept für die Nutzung solcher Kunstfragmente im Stadtraum wäre, Ihnen immer wieder Aktualität zu verleihen und Vielfalt zu geben. Ein Kunstnetzwerk müsste entstehen, in dem man die Kunstwerke miteinander verbindet. In diesem Netzwerk könnte man Informationen einspeisen, die an jedem Kunstwerk im öffentlichen Raum abrufbar wären. So würde man den Werken, ob geliebt oder nicht, eine neue Aufgabe zukommen lassen. Sie würden nicht nur Repräsentanten der eigenen Idee sein, sondern auch auf Ideen andrer verweisen. Informationen über andere Werke im öffentlichen Raum, Ausstellungsinformationen, Vorträge, Veranstaltungstipps und Bildinformationen über und in diese Stadt z.Z gezeigte Kunst, könnten an diesem Ort der Kunst vermittelt werden. Eine Vielfalt an Informationen als Impulsgeber am Kunststandort würde entstehen. Diese neue Nutzung könnte eine Wieder-Belebung und ein neues Interesse an der Kunst im öffentlichen Raum zufolge haben. In vielen Städten, so wie in Hannover gibt es kein Mangel an qualitativ hochwertigen kulturellen Veranstaltungen, sondern einen Mangel an Vermittlung - und Vernetzungsarbeit. Das Interesse bei „jedermann“ zu wecken kann nur gelingen, wenn es „jedermann“ im Vorübergehen erfahren kann. Eine digitale Kunst Litfaßsäule, die auch aus dem jeweiligen Kunstwerk besteht, ist das Ziel – ein Sender der Kunst. Ohne es zu behängen, zu beschmieren oder zu bekleben, könnten Informationen für moderne Handys, Tablet-PC oder Laptops über ein Wifi- Netz abrufbar sein. Diese unsichtbare digitale Litfaßsäule hätte den Vorteil, dass das Werk an sich optisch unbenutzt bliebe, was die Arbeit nicht verfremden und verstellen würde und ich denke den meisten Künstler der Arbeiten recht wäre. In einer Zeit, in der wir fast unter einer nutzlosen Informationsflut ersticken, wäre dies eine Möglichkeit Informationen zu bündeln und zielgerecht einzusetzen.

Schutzräume

textARTPosted by artpromotor Tue, June 14, 2011 17:21:24

Schutzräume

Das Profane, das man täglich in unseren Straßen, Kaufhäusern und Zeitschriften sehen kann, ist in das Museum überführt worden. Wie viele Arbeiten es gibt, in denen Dachlatten, Bauzäune oder einfach Müll neu künstlerisch aufgeladen werden, ist unbeziffert- aber es sind viele. Man mag das mögen oder auch nicht - Aber der Verlust der Ästhetik gegenüber dem Konzept, oder einer konstruierten imaginären Philosophie, ist allerorts sichtbar. Es sollte aber dabei nicht vergessen werden, das gerade diese Kunst den Schutz des Museums, des Ausstellungsraumes brauch, da sie sonst nicht von dem Profanen zu unterscheiden wäre. Somit könnte man sagen das Ready Made, das als Kritik des Museums am Anfang aufgestellt wurde, verfestigt heutzutage seine Bedeutsamkeit. Man könnte auch umgekehrt fragen, wenn Kunst nicht als Kunst im täglichen Leben erkannt wird, ist es dann nicht nur Kunst, wenn es in dem Schutzraum Museum steht? Und welchen Wert kann diese Kunst haben die außerhalb des Aufstellungsraums, wie ein Vampir in der Sonne wieder zu Profanen zerfällt? Brauch gute Kunst überhaupt einen Schutzraum – ich glaube nicht! Der längst vergessene Ansatz, dass Kunst gesellschaftliche Verhältnisse verändern kann, ist (so scheint es mir heute oft) aufgegeben worden. (In Zuge dessen gab man das Ästhetik-Prinzip auch gleich mit auf.) Was nun oft bleibt, ist ein Gedankengerüst, das sich unsichtbar an ein paar banale Gegenstände klammert. Dass es dieses Gedankengerüst überhaupt gibt, wissen wir auch nur aus den Begleittexten, der vom Kurator zu Ausstellung verfasst wurde. Die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis, also zwischen Kunstwerk und seiner Essenz ist leider all zu oft unsichtbar, also auch austauschbar. Sobald wir ein Objekt als Kunst im Kunstraum betrachten, verliert es automatisch seine lebenspraktischen Eigenschaften, also seine Essenz als Ding. Brauch wir nicht mehr Kunst, die den Schutzraum des Museums nicht nötig hat?

Also bitte keine Benzinkanister, lieblose Kritzelzeichnung und Backsteine mehr, die ihren Ausstellungswert nur dadurch erfahren, dass sie dort liegen, wo sie liegen. Denn wenn man ehrlich ist, bräuchte man dieses letzte visuelle Zeichen auch nicht mehr um sich mit dem Gedankengerüst auseinanderzusetzen, oder sich an ihm festzuhalten. Ein Schild mit dem Namen der Arbeit würde reichen, denn man hat ja noch den Katalogtext. Aber dann wird die Arbeit gänzlich zum Text und das würde die Ausdrucksmöglichkeit von Kunst sehr beschenken. Denn wie Wittgenstein sagt: „Was gezeigt werden kann, kann nicht gesagt werden.“ [Tractatus] Die Schönheit eines Backsteines oder eines Müllhaufens ist meist sehr begrenzt - dumm ist nur dass, der Begriff der bildenden Kunst immer noch von Abbilden kommt.

Jos de Gruyter, Harald Thys und André Butzer

textARTPosted by Rehbock Mon, June 06, 2011 15:03:15

Die Künstler Jos de Gruyter, Harald Thys und André Butzer sind zu Gast in der Kestnergesellschaft in Hannover. Jos de Gruyter und Harald Thys präsentieren in den unteren Hallen Fotografien, die sonderbar sind. Sonderbar, erst einmal durch ihre Präsentation, den sie hängen an weißen Wänden, die auf einem mausgrauen Teppich stehen. Diese mausgrau wiederholt sich in den Fotografien. Der Hintergrund in den Fotografien ist grau und sieht aus wie eine Raufasertapete. Die platzierten Objekte schauen aus wie Fundstücke aus Kellern und Dachböden – zumindest sind sie ehr uninteressant. Durch ein starkes Blitzlicht aus dem Dunkeln heraus abgelichtet, wirken die ganzen „Stillleben“ seltsam entrückt und plastisch. Der theoretische Hintergrund der Fotografien ist in der Farbenlehre zu finden und das 50%ge Grau des Bodens ist passend um die Aufmerksamkeit auf die Farbgebung der Arbeiten zu lenken. Das Konzept steht hier, bei Jos de Gruyter und Harald Thys im Vordergrund, obwohl die Arbeiten nicht unansehnlich sind. In den oberen Hallen hängen großformatige Gemälde von André Butzer, die mir gar nichts sagten – ratlos fragend stand ich vor ihnen und war ehr genervt. Ich sehe da nichts was mich interessier, informiert oder berührt, eigentlich ärgert es mich noch nicht einmal – also einfach schnelle vergessen! – klar mit einem theoretischen Diskurs kann man ja alles ausstatten (auch den alten Reifen am Wegesrand) aber gerade darum reicht das allein nicht. Mehr Infos in der kestnergesellschaft in Hannover.

Marilyn Minder

Kunst & LebenPosted by artpromotor Thu, May 26, 2011 14:29:42
foto:artpromotor.com

Marilyn Minder zeigt ihre Arbeiten in Hamburg / Harburg

In der Sammlung Falkenberg wird das Werk der amerikanischen Künstlerin Marilyn Minter

Umfangreich vorgestellt. Es ist nicht ganz einfach ihr Werk zu bewundern, aber es lohnt sich!

Etwas kompliziert wird es durch die Tatsache, dass es für die Sammlung Falkenberg, die in der Phönix-Hallen in Harburg untergebracht ist, keinen öffentlichen Zutritt gibt. D. h., man kann sich nur im Internet auf der www.sammlung-falckenberg.de Seite zu einer Führung anmelden. Diese sind oft schon ausgebucht, was sicherlich an den hervorragenden Arbeiten der Frau Minter liegt. (Also es sollte sich früh genug angemeldet werden.) Genauere Infos gibt es auf der Seite, Führungen sind in der Woche und am Sa. möglich. Eine sehr nette Dame lässt einen dann in die „heiligen“ Hallen eintreten und führt auch. Beeindruckend ist erstmal die Größe der Halle sowie die Anzahl vom Minters Arbeiten. Die auf Aluminiumplatten gemalten Glamour-Bilder sind ganz und gar fotorealistisch - und von den gezeigten Fotos (die thematisch im gleichen Feld verortet sind) vom Weitem nicht zu unterscheiden. Bein näher kommen merkt man dann den Unterschied langsam. Im ersten OG, dem Untergeschoss befindet sich das Magazin der Sammlung Falkenberg und es macht wirklich großes Vergnügen in ihm zu stöbern (natürlich mit der Erlaubnis der netten Dame). Leider hatten wir nicht all zu viel Zeit aber alleine deshalb werde ich wiederkommen. Diese schöne Ausstellung läuft nur noch bis zum 12 Juni 2011 also nicht zu lange warten, sie würden etwas Spektakuläres verpassen.

Der Filzschuh

textARTPosted by artpromotor Mon, May 16, 2011 11:37:15

Der Filzschuh für Jedermann?

Die grauen Filzschuhe sind eigentlich dem versierten Kunstliebhaber ehr aus dem Museum bekannt. Zum Beispiel streift man sich die Filzpantoffel über wenn man den Merzbau von Kurt Schwitters (Rekonstruktion im Sprengel Museum Hannover) bewundern möchte. Nun gibt es ihn auch als Massenware im Kaufhaus. Ein Trennt zum grauen Filzschuh – oder ist dies nur eine Folge, die sich aus den stetig steigenden Besucherzahlen in den Museen ergibt? Können die Museen den Massenansturm vertragen und ist er überhaupt wirklich gewollt? Über dies lässt sich streiten. Unstrittig ist aber das, das Museum vier Aufgaben hat, die es bewältigen sollte. Das Bewahren, das Erhalten, das Forschen und das Vermitteln. Das Vermitteln geschieht durch Ausstellungen, die durch didaktische Ansätze begleitet werden. So weit so gut. Sind aber heutzutage die finanziellen Mittel vorhanden um allen Aufgaben gleichwertig nachzukommen? Oft nicht - so werden sich Geldgeber gesucht, die wiederum ihr eigenes Interesse verfolgen. Darf das Museum zu Marketinginstrument des Konzerns X oder Y verkommen? Ist nicht das Schielen auf Besucherzahlen der Ausdruck dieser Entwicklung? Je mehr Gäste ein Haus zu verzeichnen hat, desto mehr wird auch der beteiligte Sponsor wahrgenommen. Sind dann nicht manche Großausstellungen mit zugkräftigen Namen nur Werbeevents die die Massen locken sollen? Die Massen kommen, aber ist eine Vermittlung dann überhaut dann noch möglich? Ist denn nicht auch die Ruhe und die Möglichkeit zur genauen Betrachtung der Arbeiten ein musealer Wert, den es zu verteidigen gilt? Dass das Interesse allgemein an der Kunst gestiegen ist Freud, glaube ich alle. Dies ist gut so - aber was nützt es dem Besucher wenn er, wie im Kaufhaus an Objekten vorbei geschleust wird, die für ihn nur überteure Waren bleiben? Welche Erkenntnis kann dann noch gewonnen werden, außer der ein Teil einer Massenbewegung zu sein. Da gewesen zu seine oder am Event teilgenommen zu haben zeugt ja per se noch nicht von Kunstverstand, obwohl es oft so verkauft wird. Sich eine Kunstverstand zu erarbeiten, ist schön aber mühsam und es braucht meist zwei Faktoren, die dafür unabdingbar sind, Zeit (für die Betrachtung) und Ruhe (zum Denken). Beides ist auch im Museum kaum noch zu finden. Bei aller gewollten Öffnung des Museums sollte dies bedacht bleiben. Oft entsteht der Eindruck, dass die Massen nur als Zahlenbringer benutzt werden, um sich bei Wirtschaft und Politik Gelder zu sichern. Dann ist aber die Museumsmassenbewegung kritisch zu betrachten, da sie nur auf dem wirtschaftlichen Prinzip des Wachstums beruht. Welche Folgen das für die Auswahl der gezeigten Positionen hat wäre noch einmal zu bedenken, denn umso kritischer, politischer desto weniger Massentauglich! Eine Avantgarde ist immer, per se anfänglich eine kleine Bewegung. Werden solche Positionen nun aus den Museen und Ausstellungshäuser verschwinden? Hoffentlich nicht!

Rosa Barba

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sat, May 14, 2011 21:28:59
foto:artpromotor.com

Rosa Barba im Kunstverein Braunschweig – Ein neues Röhrensystem durchzeiht den Kunstverein Braunschweig, es hat sozusagen das Gebäude vereinnahmt und endet auf der Rückseite des KV`s in einem großen Gewirr. Wer in der Nähe ist - mal vorbeischauen und sich verwirren lassen.

Spektakel des Terrors

Kunst & LebenPosted by artpromotor Tue, May 10, 2011 09:34:19

Das Spektakel des Terrorismus ist weltweit wieder auf dem Vormarsch. Sprengstoffanschläge in Kaffees, gezielte Tötungen durch staatlich Willkür, Bomberpiloten, die für die „gute Sache“ bomben. In den letzten Wochen ist viel passiert und die Trennlinie zwischen Gut und Böse ist kaum noch zu erkennen. Der Terrorismus findet täglich in unseren Wohnzimmern statt, medial aufbereitet sehen wir dem Spektakel des Terrors, im welchem Namen auch immer, fasziniert und fassungslos zu. Tod oder Lebendig – der Terrorismus reißt sie mit sich fort. Zumindest durch den einen Umstand: er allein bildet das Ereignis und macht auf diese Weise die gesamte „politische“ Ordnung null und nichtig. Die Medien hingegen, gerade dadurch, dass sie in den Sieg der Ordnung einstimmen, erbringen sie den Gegenbeweis: dass nämlich der Terrorismus die politische Ordnung zu Grabe trägt. (Baudrilliard: Kool Killer 8)Die Medien versuchen einerseits permanent die Gräben zwischen Gut und Böse zu vertiefen, schütten anderseits, sie aber gleichzeitig wieder zu. Der Schock – Journalismus, der das Spektakel bildlich feiert, wird somit selbst zu Terrorinstrument. Er verängstigt und setzt Meinungen voraus, die so noch gar nicht existent waren. Todesfreude wird als „politisch korrekt“ verkauft und man fragt sich ernsthaft, wie weit wir gekommen sind, oder besser, wohin wir wieder zurückgekehrt sind? Die Definitionen von „Gut und Böse“ sind in der Historie immer verhandelbar gewesen, aber nie waren diese so inflationär wie heute. Binnen Wochen wird aus dem guten Atom eine Böses, aus dem akzeptablen Regierungschef eine nicht akzeptabler aus Terroristen Revolutionäre und aus Freunden Feinde … was bleibt sind Verwirrungen und „politische Ordnungen“ die ihren Machtanspruch immer weniger begründen können.

foto:artpromotor.com

Zeitlose Schönheit?

textARTPosted by artpromotor Fri, April 29, 2011 13:47:26

Schönheit gemäß dem Zeitalter – Wenn unsere Bildhauer, Maler und Musiker den Sinn der Zeit treffen wollen, so müssen sie die Schönheit gedunsen, riesenhaft und nervös bilden: so wie die Griechen, im Banne ihrer Moral des Maßes, die Schönheit als Apollo von Belvedere sahen und bildeten. Wir sollten ihn eigentlich häßlich nennen! Aber die albernen „Klassizisten“ haben uns um alle Ehrlichkeit gebracht! (Nietzsche :161 Morgenröte)

Und welche Schönheit ist heute zeitgenössisch ?

Kunst im öffentlichem Raum

Kunst & LebenPosted by Pro. Tue, April 12, 2011 10:50:56

foto:artpromotor.com

Die Grill / Picknicke – Zeit ist gekommen….

Das hervorragende Wetter, das meist der Mai verspricht, ist nicht mehr fern und Alle tummeln sich auf Wiesen und an Seen. Die Open Air Zeit ist gekommen und das Grillgut kann eingekauft werden. Ein gutes Buch, ein strahlender Tag unter freiem Himmel- was will man mehr? Auch die Kunst im öffentlich Raum wird wieder mehr wahrgenommen, oder haben wir uns an ihre Existenz, an diesem oder jenen Ort zu sehr gewöhnt, das Sie für uns Vorbeigehende „unsichtbar“ bleibt? Vielleicht lohnt es sich bei diesem Frühlingswetter mal wieder genauer hinzuschauen, vielleicht auch unter der Prämisse, was die Kunst gerade an diesem Ort ausmacht. Kunst im öffentlichen Raum ist auch immer eine Kunst, die unfreiwillig rezipiert wird, also sich aufdrängt. Die Schutzhülle des Ausstellungshauses fehlt, was aber nicht per se bedeutet, dass diese Kunst näher am Leben wäre, dies ist ein Trugschluss. Schafft es die Skulptur nicht mit dem Vorbeikommenden zu kommunizieren, auf welche Art auch immer bleibt sie stumm und aussagelos. Versteht man das Kunstwerk im öffentlichen Raum als Zeichen, könnte man Baudrillard folgen der sagt:

Der Unterschied zwischen Sender Und Empfänger, zwischen Produzent und Konsument von Zeichen muß total bleiben, denn in ihm liegt heute die wirkliche Form der gesellschaftlichen Herrschaft. (Baudrillard: Kool Killer23) So verstanden ist jedes Kunstwerk in öffentlichen Raum auch eine Demonstration der Macht des Produzenten odern des Aufstellers. Der Konsument, der Bürger ist Empfänger und machtlos dem Sender gegenüber, es sein denn der verschließt die Augen. Diese sollte man vielleicht mit bedenken, wenn man über dauerhafte Kunst im öffentlichen Raum spricht und verhandelt.

Geld und Glück

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sat, March 12, 2011 07:19:02

foto:artpromotor.com

Was ist Glück oder welche Umstände machen uns glücklich?

Eine Grundannahme ist das, das Glücksgefühl mit dem Gefühl des lebendig seiens zusammenhängt. Also das in den Momenten, in denen wir uns am lebendigsten fühlen, wir auch am glücklichsten sind. Aber wann und in welchen Situationen fühlen wir uns lebendiger als sonst? Ich würde sagen, wenn wir etwas Ursprüngliches tun, oder wenn wir uns von einer Last befreit haben. Vielleicht erklärt dies auch, warum wir das Glück immer irgendwie dann doch mit dem Geld in Verbindung bringen, denn durch Geld kann man einige Lasten abwerfen und Freiheiten zurückgewinnen. Freiheiten, die jeder Mensch, nach Sartre sowie so hat, da er bestimmt was er seine will, oder besser gesagt, sowie so Nichts sein kann,da ihm die Essenz fehlt etwas und nur dies zu Sein. Nietzsche würde sagen es gibt verschiedene Menschen die in unterschiedlichen Situationen ihr Glück empfinden. Die einen in der Überwindung von Aufgaben, Erreichung von Zielen, die anderen in der Ruhe. D. h. die einen setzen sich immer wieder erneut Ziele, um durch das Erreichen glücklich zu sein, die andern erreichen das Ziel um danach, Ruhe zu haben. Hier sollte man Ruhe (z.B. kontemplative, denkende Ruhe) aber nicht mit Bequemlichkeit verwechseln, und leider wird das Glück heutzutage oft mit Bequemlichkeit gleichgesetzt. Ich finde es durchaus nachvollziehbar das Glücksgefühl an die Lebendigkeit zu koppeln, was wiederum die These unterstützen würde, dass gerade diejenigen, die am sichersten und bequemsten leben auf unserem Planeten, nicht die Glücklichsten zu seinen Scheinen. Wobei natürlich ersten Mal die Metapher Glück zu Debatte stehen muss, denn dies ist eine universale Worthülse, die wir alle benutzen aber, die jeder nach seinen wünschen füllt.

Im Wilhelm Fink Verlag ist soeben das Buch von Peter Strasser : Was ist Glück – Über das Gefühl, lebendig zu sein erscheine, was vielleicht lesenswert ist …..

david lachapelle

textARTPosted by artpromotor Fri, February 25, 2011 07:35:11
david lachapelle


Gestern Vernissage in der kestner gesellschat Hannover. David Lachapelle vor Ort und eröffnet, trotz Zahnschmerzen seine Ausstellung. Der Popfotograf ist so ein Publikumsmagnet, dass die kestner gesellschaft mehr als gut gefüllt war. Es war voll; zu voll um mich kontemplativ den Arbeiten zu widmen. Dennoch das, was ich sehen konnte, hat mir gefallen. Das Gemälde, also das Stillleben oder das Ikonenhafte mit fotografischen Mitteln in das 21. Jahrhundert zu wuchten, hat durchaus seinen Reiz. [Rize – Uns hält nichts aus! Ist auch der Titel seines Filmes, der den Fotografen und seine Darsteller in Aktion zeigt. ] Ob sich das Erhabene oder das Banale in diesen Arbeiten mehr durchsetzt, mag ich nicht zu beurteilen, dennoch ist es einfach schön, die Ausstellung zu besuchen.

Hamburg wird Unscharf!

textARTPosted by artpromotor Tue, February 15, 2011 09:03:54


Gerhart Richter: Bilder einer Epoche und Unscharf – Nach Gerhart Richter sind zwei aktuelle Ausstellungen in Hamburg. Eine im Bucerius Kunst Forum die andere in der Kunsthalle. Bei meinem Besuch musste ich feststellen, dass das Interesse an beiden Ausstellungen sehr groß ist. Ich kann nur den Tipp geben, nicht am Wochenende die Ausstellungen zu besuchen, wenn man nicht gerne in einer Schlange anstehen möchte. Im Bucerius Kunst Forum sind ausschließlich bekannte Bilder von Richter zu sehen, die aber immer noch faszinieren.

Die Kunsthalle zeigt die Interpretation der Unschärfe von verschiedenen Künstlern. Pablo Alonso ist dabei einer der mir mit seinen gezeigten Arbeiten am meisten auffiel. Das Thema Unschärfe fasziniert vielleicht deshalb so sehr, weil es einerseits Platz für eigene Interpretationen lässt, (also ehr eine Eigenschaft der Abstraktion) dennoch aber das Figürliche zulässt. Hier treffen das Abstrakte und das Detail unscharf wieder aufeinander.

Belle Haleine

textARTPosted by Pro. Sun, January 30, 2011 10:20:54

Nur 72 Stunden

Nur noch heute 30.01.11 in der Neuen Nationalgalerie zu sehen: Die von Duchamps 1921 entworfene Parfüm-Flasche, ist in Berlin zu Gast. Er signierte sie mit seinem Pseudonym Rrose Sélavy und schenkte diese einer Freundin. Die Flasche mit dem Parfüm Namens Belle Haleine ist das einzige „originale“ Readymade von Duchamps, deshalb auch sein geschätzter Wert von neun Millionen Euro. Die museale Präsentation dieser Einzigartigkeit hätte Duchampe vielleicht nicht gefallen, da er gerade die Aura, die das Museum produziert mit seinen Readymades hinterfragte. Anderseits ist es sehr humorvoll solch eine kleine Parfümflache durch ihre Präsentation und zeitliche Begrenztheit der Ausstellung, derart museal aufzuladen. Also- nur noch heute liegt Berlin im Belle Haleine Dunst.

Gute Aussichten

Kunst & LebenPosted by artpromotor Mon, January 24, 2011 15:59:00

Gute Aussichten

foto:artpromotor.com

In der Deichtorhalle für Fotografie gibt es zurzeit die Ausstellung GUTE AUSSICHTEN – junge deutsche Fotografie zu sehen. Eigentlich ist mir nur der Fotokünstler Samuel Henne mit seiner SOMETHING SPECIFIC ABOUT EVERYTHING Fotoserie aufgefallen. Unbedeutende Alltagsgegenstände bekommen Bedeutung, ja fast ein Eigenleben könnte man sagen. Die Objekte oder kleinen Skulpturen wirken, mit ihrem farblich stimmigen Hintergrund, völlig losgelöst von ihrer Funktionalität. Einwenig erinnerte mich die Serie an Der lauf der Dinge von Gilbert und George.

2011

textARTPosted by artpromotor Sat, January 01, 2011 14:09:26

Ein Frohes neues Jahr 2011! wünscht der Blog textART all seinen Lesern und Mitschreibern.

Ganz im Gegensatz zur aktuellen Ausstellung von Tim Ulrichs, die den Titel trägt:Betreten der Ausstellung verboten! wünschen wir uns für 2011, dass wir viele interessante Ausstellungen betreten dürfen und natürlich hier darüber berichten. Also auf ein frohes neues Kunstjahr 2011! (Tim Ulrichs Ausstellung ist im Sprengel Museum & Kunstverein Hannover noch bis zum 13.2.2011 zu sehen)

close to the knives

textARTPosted by Rehbock Wed, December 15, 2010 16:07:03

Da ich mich auch wissenschaftlich mit David Wojnarowicz und seinem Oeuvre beschäftige möchte ich hier nur kurz anmerken, dass sein (zum größten Teil biografisches Buch) close to the knives bei mox & maritz in deutscher Sprache erschienen ist. Die Fotografie des Bucheinbandes ist die Arbeit Untitled (Falling Bufferlo). Diese wurde auch 1992 von der Gruppe U2 als Cover für die Auskopplung des Songs One verwand. 1992 war zugleich Wojnarowicz Todesjahr.

Musik

textARTPosted by artpromotor Thu, December 09, 2010 11:37:07

One is the loneliest number,…

ANBB (Alva Noto / Carsten Nicolai & Blixa Bargeld) haben mit dem Album Mimikry eine hervorragende Platte/CD eingespielt, die ich nur allen wärmstens empfehlen kann. Etwas ruhiger als die Neubauten, aber auch etwas subtiler, wie ich finde. Nach ein paar Durchläufen schrauben sich die Songs so sehr ins Unbewusste, das man sie den ganzen Tag mit sich herumschleppt, ganz wie ein morgendlicher Traum den man nicht vergisst. Also großes Klangspektakel und leise Untertöne bietet Mimikry.

BurgerTest

Kunst & LebenPosted by artpromotor Sat, November 13, 2010 11:13:19

foto:artpromotor.com

Nachdem, ein nicht verrotten wollender Burger durch die Presse ging, musste ich diesen Versuchsaufbau auch einmal nachstellen. [Es hätte ja auch sein könne, dass die äußeren Beginnungen am Ort wie Luft und Licht einen wesendlichen Einfluss auf den Versuch gehabt hatten] Ich erschwerte sogar noch die Bedingungen in dem ich, anstatt eines Hamburgers ein Vegetarischen Burger als Proband benutzte. Das Foto zeigt den Burger nach 5 Tagen und es konnten (außer einwenig am Salat) keine Veränderungen festgestellt werden.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass diese Phänomen wohl Global auftritt.

500

textARTPosted by artpromotor Tue, November 09, 2010 18:22:56


500photographers.blogspot.com heißt der Blog von Pieter Wisse. Hier stellt er jeden Tag seinen Lieblings-Photografen des Tages vor. Insgesamt werden 500 ausgewählt, also ist nach 500 Tagen Schluss. Das Photografen-Archiv (das ganz subjektiv erstellt wird) ist ein sehr schönes Photoalbum geworden, das täglich wachst. Heute am 9.11.10 wurde der Photograf mit der Nummer 157 eingestellt – also werden noch ein paar Tage frische Zugänge zu verzeichnen sein. Ich schaue jeden Morgen auf dem Blog und bin jetzt schon gespannt wer mich morgen mit seine Photos beglücken wird. Also schaut vorbei es ist ein wunderbarer Blog!

Theorie und Praxis des Kuratierens

textARTPosted by artpromotor Sun, October 03, 2010 09:13:09

Theorie und Praxis des Kuratierens

Es gibt nun ein interessantes Weiterbildungsangebot der ubk-berlin. Es handelt sich dabei um: Kuratieren – Modulare Weiterbildung mit Hochschulzertifikat. Zielgruppen sind Künstler und Geisteswissenschaftler die im künstlerischen Feld arbeiten wollen. „Die Weiterbildung umfasst insgesamt 95 Stunden und erstreckt sich über einen Zeitraum von vier Monaten“ so ist es auf der Webseite zu lesen. Eine Gebühr von 2250 Euro ist auch zu entrichten, dennoch denke ich, wäre dieses Geld ganz gut angelegt, da sich die einzelnen Module interessant anhören. Der erste Durchgang startet jetzt im Herbst 2010, der kommende ist für Februar 2011 angesetzt. Vielleicht sollte man die Beurteilungen der Teilnehmer nach Abschluss des ersten Kurses mal abwarten um sich vielleicht dann später einzuschreiben. Genaueres gibt es unter: http://www.udk-berlin.de zu erfahren.

Polaroid

textARTPosted by artpromotor Fri, September 24, 2010 09:46:47

The Impossible Projekt – Ist eine interessantes Projekt das sich zu Aufgabe gemacht hat, das Polaroid am Leben zu erhalten - oder besser gesagt, es wiederzubeleben. The Impossible Projekt haben ein Teil der Produktionsanlagen der holländischen Polaroidwerke in Enschede übernommen und entwickeln dort neue Polaroidfilme. Unter www.the-impossible-project.com kann man mehr erfahren. Hier möchte ich kurz meine Erfahrungen schildern. Als Besitzer von ein paar Polaroidkameras habe ich mich für den Kauf eines IMPOSSIBLE PX 600 FILM VERSION 06 entschieden. (Es passt in eine 600er Polaroid) Es ist ein schwarz/weiß/braun Film könnte man sagen, der sehr „grob“ das wiedergibt was man abgelichtet hat. Unter dem Punkt Polaroids auf artpromotor.com habe ich eine paar Beispielbilder (Nr.24-26) eingestellt. Nun gibt es auch schon die ersten Farbfilme vom The Impossible Projekt. Auch diese sind in ihrer Farbgebung nicht mit den „alten“ Polaroidfilmen zu vergleichen sonder heller bzw. haben blassere Farben. Wenn man mit einer Polaroid Land Camera fotografieren möchte (Ich benutze eine EE100) kann man aber auch sehr gut den Futji Film C 100 benutzen. Er wird noch produziert und ich ca. für 16 Euro zu haben.

Dresden

textARTPosted by hacer Sun, September 12, 2010 12:55:52
Hallo,


im August 2010 war ich für einige Tage in Dresden. Einer der schönsten Städte in Deutschland und eine Reise wert.

Die Stadt ist wunderschön an der Elbe gelegen mit einer Aussicht, wie von einem Gemälde aus dem 18.Jh.. Leider verschandelt die neue, sich im Bau befindende Elbbrücke, über die in der Presse schon berichtet wurde, diese schöne Sicht.

Dennoch hat Dresden viel zu bieten neben Kunst, Kultur und Prachtbauten, sind noch die Elbschlösser erwähnenswert. Diese kann man sehr gut mit der Straßenbahn (Linie 11) erreichern. Nach der Wende aufwendig restauriert und schön gelegen, kann man sich etwas von der Stadt-Hektik zurück ziehen,im Park spazieren, das Schloss besichtigen oder im Biergarten (Liegnerterassen) stärken und dabei die herrliche Aussicht auf die Stadt Dresden, die Elbe und den Weinhang genießen....

Musik

textARTPosted by art Sat, September 11, 2010 14:43:51
Heute mal Musik – Da ich immer wieder begeistert die CD Black Sand von Bonobo (Ninja Tune) höre und mich die wundervolle Stimme von Andreya Triana in Ihren Bann zieht, möchte hier mal anmerken, dass Andreya Triana nun ihr Erstlingswerk veröffentlich hat. Lost Where I Belong (Ninja Tune) ist ein großartiges Album geworden, das ich kaum mehr abstellen kann. Das Ninja Tune Label veröffentlich zum 20. jährigen Bestehen viele Neue Songs und unveröffentlichte Re-mixe ihrer Haus – Musiker. Unter www.ninjatunexx.com findet man einen Überblick.

Buch

textARTPosted by artpromotor Fri, September 10, 2010 14:15:53

Für Tipps und Anregungen ist dieser Blog natürlich auch gedacht. Egal ob Filme, Bücher, Musik oder Ausstellungen gattungsübergreifend kann hier dies oder das vorgestellt werden. Heute möchte ich meine letzte Bucherwerbung erwähnen; Bernd Stieglers Montagen des Realen: Photographie als Reflexionsmedium und Kulturtechnik [Broschiert] von 2009. Mein Eindruck, der nach dem erstmaligem lesen entstanden ist, ist zwiespältig. Die Sprache wirkt oft etwas gezwungen und verkompliziert die Sachverhalte zusätzlich. Dennoch sind die Ansätze aufschlussreich und sehr ehrgeizig. Fotografien in ihren Begrifflichkeiten (Z.B. als Index, als Symbol usw.) sortieren und ordnen zu wollen ist eine Aufgabe die hier angegangen wird und die durchaus für mehr Überblick sorgen kann. Auch die Betrachtungen über Andreas Gursky und die Filme Flags Of Our Fathers und Letters From Iwo Jima [Regie: Clint Eastwood ]sind sehr interessant, gerade weil die beiden Filme als Ausgangspunkt nur eine Fotografie haben, die wiederum sich aber in unsere kulturelles Gedächtnis fest eingeschrieben hat. Für jeden der sich rund um die Fotografie auch im Theoretischem tiefer einarbeiten möchte, sicherlich eine lohnende Anschaffung.

RaumHannover

textARTPosted by artpromotor Thu, September 02, 2010 16:05:54

Auch wenn Hannover ehr als „verschlafene Landeshauptstadt“ gilt, ist dies kulturell

sicherlich nicht der Fall. Mit drei internationalen Häusern am Platz ist sie bestens aufgestellt.

Für mich waren die Ausstellungen im Sommer/Frühjahr 2010 mit David Schnell im KV (Kunstverein Hannover) und Larry Sultan in der KG (kestnergesellschaft) sehr gelungen und informativ. Das Fotofestival auf dem Ex – Expogelände Mitte Juni war ein weiterer Höhepunkt in diesem Sommer.

Nun steht der Herbst vor der Tür und weitere interessante Ausstellungen im Raum Hannover.

Die Charles Avery Ausstellung im KV hat schon begonnen und meiner Meinung nach sind die Arbeiten sehr beeindruckend. Nicht nur das Format mancher Arbeiten, sonder die Qualität der gezeichneten Figuren, beeindruckt. Der Überbau, eine utopischen Geschichte über ein utopisches Land, ist mit vielen philosophischen Fragmenten aufgeladen, in dem die Arbeiten wie eine Bebilderung des Ganzen wirken. Auf jeden Fall sehr sehenswert.

Die KG zeigt Cecily Brown aus NY, deren Arbeiten ich schon einmal in den hamburger Deichtorhallen bewundern durfte; ich freue mich schon auf „Neues“ von Ihr. Parallel gibt es die Videos der Künstlerin Nathalie Djurberg zu sehen, auf die ich durch die Ausstellung „Made in Germany“ aufmerksam wurde. Als „Knetfiguren - Animation für Erwachsene“ könnte man die Arbeiten kurz umschreiben. Aber vielleicht zeigt die KG auch noch andere Objekte von Ihr, so wie sie im Pavellion in Venedig zu sehen waren. Beides sind jedenfalls sehr interessante Künstlerinnen, wie ich finde.

Zum Schluss noch eine Tipp der uns in den Kunstverein Langenhagen führt, dort stellt die Künstlerin Nathalie Grenzhaeuser ihre Fotoarbeiten aus – ich finde sehenswert.

News

textARTPosted by artpromotor Thu, September 02, 2010 10:53:47
Willkommen in artpromotor.com blog!

Ich möchte diesen blog nutzen um einiges, rund um die Fotografie und Kunst zu schreiben. Wenn jemand Lust hat sich daran zu beteiligen wäre schön...

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