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Konzept zur Integration / Ein Ideenwettbewerb

Seminare/VorträgePosted by artpromotor Fri, May 02, 2014 10:31:08

Leitung: Dipl. Sozialwissenschaftler Dr. Helge H. Paulsen / Fachgebiet: Kunst- und Kultursoziologie

Tätig als Soziologe, Publizist, Fotograf und Autor. Schwerpunkt: Bild und Fotografie-Theorie.

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Projekt: "Die Heimat in der Fremde entdecken"

Theorie:

Was unterscheidet die Heimat von der Fremde? Das Fremde kommt uns nur Fremd vor, weil wir es nicht kennen. Die Heimat kennen wir. Dieses "Kennen" in der Fremde sichtbar zu machen, darauf beruht dieses Konzept. Wodurch kennen wir unser Umwelt näher - durch genaues hinsehen. Nur dass, was wir detailreich betrachten, begreifen wir, kennen wir. Der erste Schritt zur Integration ist, dass man bei den neuen Mitbürgern Interesse weckt, Interesse für ihre Umwelt. Wodurch erzeugt man Interesse, wodurch zwingt man den Menschen zur genauen Betrachtung, durch die Fotografie. Der kleine Apparat, durch den man blickt, zwingt

zum genauen Hinsehen. Betrachten wir etwas genau, erkennen wir es auch wieder. Darum geht es hier auch, um die Wiedererkennung des Gewohnten in der Fremde. Gesten von Mensch und Tier wiederholen sich weltweit. Der Gruß, das Lachen, die Konzentration, das Arbeiten usw. alles das sind Gesten, die uns als Menschen ausmachen, sie vereinen uns. Diese Gesten aufzuspüren, sich zu erinnern und gleichzeitig das Vertraute im "Neuen" zu finden darum geht es in diesem Projekt. Wenn wir sehen das die Menschen ähnlich reagieren und agieren, dann fühlen wir uns nicht mehr fremd oder allein. Am neuen Lebensort, die vertrauten Muster und Gesten zu erkennen, heißt auch sich selbst wieder zu finden, sich selbst neu zu verorten.

Alle Menschen bringen ihren eigenen Habitus, wie unterschiedlich er auch sein mag, mit in das neue Land. Dieser bestimmt auch unseren Geschmack, so werden gemeinsame Geschmäcker bei ätherischen Vorlieben zu gegenseitigen Erkennungsmustern, die wiederum ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen können. Bestenfalls entsteht aus diesem Zugehörigkeitsgefühl ein verantwortungsvoller Gemeinsinn für das neue Lebensumfeld. Dies ist das wünschenswerte Ziel des Projektes.

Praxis:

Angedacht sind Gruppen von 15-20 Personen. Die Treffen sollen jede Woche stattfinden.

Phase 1.:

- Erläuterung des Konzeptes

- Bildtheorie Vortrag: ,Was erkennen wir was und warum?

- Bilderbeispiele: Früher, Gestern, Heute....

- Diskussion

Phase 2.:

- Fotografie in der Praxis.

- Geschichte der Fotografie, ein kurzer Einblick

- Einführung in die Kameratechnik

Phase 3.:

- Feldversuche

- Unterstützung bein der praktischen Arbeit

Phase 4.:

- Auswertung der Aufnahmen, was wird gezeigt und warum wurde das Subjekt / die

Geste gewählt?

- Welche Erinnerung sind daran gekoppelt?

- Welche Motive findet man auch in den Herkunftländern (Migration von Farben, Formen und Gesten) ?

Phase 5.:

- Ausstellungsvorbereitung, Einladungen

- Ausstellung der gelungensten Bilder

- Vernissage mit allen Bürgen, die es interessiert.

- Abschlussbesprechung.